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Dienstag, 29. November 2016

Medaillendisplay der besonderen Art - Mit Weihnachtsverlosung

Seid ihr noch auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk für einen Läufer oder eine Läuferin? Dann habe ich hier etwas besonderes für euch oder eure Liebsten.

Vor kurzer Zeit erreichte mich die Anfrage der deutschen Firma BelMoya, ob ich mir nicht ihre Medaillendisplays anschauen und bewerten wolle.

Ich persönlich hatte mir vor etwas mehr als einem Jahr noch ein Display aus England besorgen lassen, weil zu diesem Zeitpunkt in Deutschland noch keine Exemplare erhältlich waren und erst bei der diesjährigen Marathonmesse bot ein Aussteller entsprechende Modelle an.






Endlich ist ein schöner Platz gefunden für die bisher leider in Kartons ein Schattendasein fristenden Zeichen der Anerkennung meines Läuferlebens.


Doch was soll an diesen Displays jetzt schon besonderes sein? Schon beim Eintreffen des Testexemplars kann ich feststellen, dass dieses deutlich schwerer ist, als seine Mitbewerber auf der anderen Seite des Kanals. Bei fast 4 mm Stärke könnte man wahrscheinlich auch mittlere Betonklötze ansprechend präsentieren.





Auch ist hier nicht einfach ein Muster aus einem Stück Stahl- oder Aluminiumblech ausgestanzt. Bei den 3 angebotenen Varianten handelt es sich allesamt um aus per Lasertechnik aus massivem Stahl geschnittene Exemplare, die dann anschließend silberfarben pulverlackiert werden. Alles in allem ist das Medaillen-display absolut hochwertig. Die Montage ist denkbar einfach. Selbst bei den Schrauben und Hülsen setzt BelMoya auf Qualität. Selbst wenn der Bohrschrauber mal abrutscht, die Kreuz- schrauben sehen 1a aus. Zwei 6mm Löcher gebohrt, Schrauben mit Hülsen durchgesteckt und alles hält bombenfest.

Die Medaillenhänger werden in den drei Varianten Runner, Winner und Finisher ausschließlich bei einem bayerischen Metallbauer gefertigt und sind damit von Idee bis Ausführung echt Made in Germany. Damit ist wohl  ausgeschlossen, dass kleine Kinderhände bei der Fertigung mitgeholfen haben. Mit € 27,90 für das kleinere und € 34,90 für das größere Display sind auch die Preise absolut fair.

Habe ich euer Interesse geweckt? Dann könnt ihr an dieser Stelle euer Wunschexemplar gewinnen.

Um an der Verlosung teilzunehmen folgt meinem Blog über den Link rechts oben und beantwortet im Kommentar auf dieser Webseite bis zum 10.12.2016 folgende Frage:

Welchen Text soll die Firma BelMoya als Nächstes für ihre Medaillen-Displays anbieten?

Vergesst bitte nicht, eure E-Mail Adresse im dafür vorgesehenen Feld (wird nicht angezeigt)  anzugeben, damit ich Euch im Gewinnfall benachrichtigen kann. Am 11.12. werde ich dann per Zufallsgenerator den Gewinner ermitteln. Sollte ich den Gewinner nicht benachrichtigen können oder innerhalb von 48 Stunden keine Antwort auf meine Email erhalten, werde ich erneut auslosen.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Kein Glück gehabt oder ungeduldig? Dann könnt ihr im hier im Webshop unter der Angabe des Rabattcodes MagicMike2311 € 5,-- auf jede Bestellung sparen.

Disclaimer: Mein Exemplar wurde mir von BelMoya kostenlos und ohne Vorbedingungen zur Verfügung gestellt. Erst nachdem ich mich von der Qualität überzeugt habe war ich bereit, diesen Produkttest zu schreiben. Dieser spiegelt meine persönliche Meinung wieder und wurde von mir 100% unabhängig verfasst.


Freitag, 11. November 2016

Meine Schuhauswahl für den Herbst/Winter 2016

Ja, ich stehe dazu: Ich brauche viele verschiedene Laufschuhe, ich wechsele gerne, je nach Terrain und Strecke und sogar nach Tagesform.
So stelle ich euch heute meine Auswahl für den Herbst und Winter 2016 vor.

  • HOKAONEONE Clayton
Den Schuh laufe ich bei flotten kurzen Dauerläufen und bei Wettkämpfen bis 10 km. Er ist für das Ausmaß an Dämpfung ausgesprochen leicht und sehr komfortabel. Mit xx mm Sprengung erfüllt er trotzdem meine Norm. Außerdem ist er bei Nässe (fast) unschlagbar.


Meinen Testbericht findest du hier

  • HOKAONEONE Clifton3
Der Clifton3 ist ein extrem bequemer und trotzdem leichter Schuh, den ich bevorzugt und dann fast ausschließlich bei meinen langen Läufen trage. Die Zehenbox ist mittlerweile extrem weit und insofern weniger angenehm als die seines Vorgängers. Auch ist der Schuh leider schwerer geworden, trotzdem trage ich ihn nach wie vor sehr gerne.


Ein ausführlicher Testbericht folgt noch.

  • BROOKS Racer ST5
Mein Wettkampfschuh auf jedem Terrain bei jedem Wetter. Schnell, wenig gedämpft, direkt und mit einer leichten Stütze erfüllt der "Oldie" von Brooks nach wie vor alle meine Wünsche. Wenn auch die Sprengung vergleichsweise hoch ist, nach wie vor mein absoluter Lieblingsschuh. So auch wieder gerade beim Frankfurt Marathon.



  • BROOKS Asteria
Der Nachfolger des Racer ST5. Schnell, wenig gedämpft und direkt gilt auch für ihn. Jedoch in meinen Augen ein reiner Schuh für Asphalt und mit zu wenig Grip bei Nässe. Insofern nur meine 2. Wahl für den Frankfurt Marathon.


Ein ausführlicher Testbericht folgt noch.


  • BROOKS PureFlow3
Fußgelenksarbeit und schnelle kurze Einheiten. gepaart mit Training der Wadenmuskulatur, So kommt der Schuh zwar seltener, aber immer noch regelmäßig zum Einsatz.


  • BROOKS PureGrit
Run the Trail. Wenn es ins Gelände geht und die Bedingungen unwirtlicher werden ist er dabei. Für die Straße aber für mich gänzlich ungeeignet.


  • HOKAONEONE Vanquish2
Wenn ich sehr müde bin und einen soliden Bequemschuh brauche, dann setze ich auf den Vanquish. Er ist absolut unspektakulär und erregt nur durch seine Optik Aufsehen. mein "Colt für alle Fälle".


Meinen Testbericht findest du hier

  • NEWBALANCE minimus trail

Rock the Trail. Null Sprengung, kaum zu spüren, aber nur bedingt winterfest. So könnte man den Dauerbrenner unter meinen Laufschuhen am Besten beschreiben. Auch bei Training mit der Koordinationsleiter setze ich den Schuh gerne ein.


Welche Schuhe trägst du in diesem Herbst und Winter?
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Dienstag, 1. November 2016

Mein Frankfurt Marathon 2016 - Bestzeit und doch nicht zufrieden

Die Geschichte wäre kurz erzählt, wäre alles nach Plan gelaufen. Ich hatte eine perfekte Vorbereitung mit bisher nie gekannten Umfängen. Gute Tempoläufe und ein motivierender Trainingspartner rundeten die Vorbereitung ab. Zwar knickte ich in der zweiten Taperingwoche um und konnte meine letzte lockere Einheit nicht absolvieren, aber am Wettkampftag hielt der Fuß tadellos.




Auch sonst schien der Plan vollends aufzugehen. Ich startete bewusst etwas langsamer und hielt mich auf der extrem vollen Laufstrecke anfangs zurück und ließ mich von nichts und niemandem zum Hüpfen und Ausweichen anstecken. Der 3:29 er Ballon war immer in Sichtweite und wie erwartet konnte ich den Abstand gut halten. Nach der 10 km Marke zog ich, auch nach Plan, das Tempo leicht an und erreichte die Halbmarathonmarke, wie erhofft leicht unter 1:45. Auch auf den folgenden Kilometern lief ich weiterhin recht konstant Zeiten zwischen 4:56 und 5:03. Das leichte Magendrücken bei km28 ging vorbei.




Ich hatte die ganze Zeit den Eindruck, ich könnte immer noch recht locker atmen und der Puls wäre immer noch entspannt. Dann aber ab km 32 lief ich langsamer, ohne gefühlt irgend etwas zu verändern und relativ schnell merkte ich, dass ich auch mit erhöhter Anstrengung nicht mehr beschleunigen konnte.






Also ließ ich schweren Herzens von meinem ersten Ziel ab und versuchte nur noch, unter meiner bisherigen persönlichen Bestleistung zu bleiben. Ein Unterfangen, dass mir mit zunehmender Verkrampftheit und unrundem Laufen immer schwerer fiel. Die Bilder und auch meine Einblendung im HR Fernsehen (neben dem M75 Sieger Werner Stöcker) zeigen leider ein allzu deutliches Bild meines körperlichen Zustands.






So lief ich dann am Schluß in 3:34:17 endlich in der Festhalle ein und war froh, diesen Tag erfolgreich zu Ende gebracht zu haben.


Was habe ich falsch gemacht? Ich weiß es nicht! Die Vorbereitung war nahezu perfekt, die Prognose auch, nur die Tagesform wollte (wieder) nicht. Überhaupt fehlte mir in der gesamten Saison ein Sahnetag.


Jetzt heißt es erst mal Krönchen richten, regenerieren und entspannen, eventuelle Fehler analysieren und neue Ziele zu definieren. Und natürlich stärker zurück kommen.


Fotos: Tobias Möhlen

Freitag, 2. September 2016

Laufen mit Freunden - Brooks Run Happy Tour in Frankfurt

Nachdem ich im letzten Jahr nicht dabei sein konnte, wollte ich in diesem Jahr in Frankfurt unbedingt beim Sommer-Event von Brooks vorbei schauen.
Am Tanzhaus West erwarteten uns die Brooks Crew und Flo Neuschwander mit seinem Run-with-the-Flow Team zu einem angenehmen Sommerabend unter Freunden
Knapp 200 Läufer trafen sich, um die neuen Modelle des Ravenna, des Glycerin und des Launch zu testen. Außerdem konnte man sich den neuen Wettkampfschuh Hyperion zum Laufen ausleihen. Es gab ausreichend Wasser, so dass sich kein Läufer Gedanken über seine Hydrierung bei den schwülen Temperaturen machen musste.

Nachdem dann auch die Run Happy Tour-Shirts unter die Menge gebracht wurden ging es um 19:00 auf eine Strecke von etwa neun Kilometern auf beiden Seiten des Mains. Die Tempovorgabe war sehr moderat, so dass auch Anfänger gut mithalten konnten.



Das Wetter war fantastisch, zum Laufen eher ein kleiner Nachteil bei dem vielen Betrieb, denn viele Fahrradfahrer reagierten mit Unverständnis und rasten in hohem Tempo ohne Rücksicht an der Gruppe vorbei.



Allerdings tat das der Stimmung keinen Abbruch und so stürzten sich die Läufer nach dem Run auf die gegrillten Würstchen und die hopfenhaltigen Kaltgetränke.


Anschließend blieb noch genügend Zeit zum Fachsimpeln mit der Crew und den Mitläufern. Ein rundum gelungenes Event, an dem ich im nächsten Jahr sicher wieder teilnehmen werde.

Fotocredits: Eigene, Robert Steinhöfel

Freitag, 19. August 2016

Zweckehe statt Liebesheirat - Der HOKAONE Clayton im Test

Die Versprechungen sind hoch, die Werbesprüche sind vollmundig, doch die Wahrheit sieht für mich ein bisschen anders aus.

Optisch ist der Schuh ein Highlight, aber da ist HOKAONEONE meines Erachtens ja schon immer gut dabei. Leuchtende kräftige Farben lassen den Schuh herausstechen und ziehen die Blicke auf sich.


Mit 233 Gramm in Größe US10 entspricht der Schuh den offiziellen Angaben und gehört damit zu den Leichtgewichten. Allerdings trennen ihn vom Feeling, speziell am Fuß doch einige Gramm von meinem Lieblingsschuh, dem Clifton2 aus selbem Hause.


Dass die hohe Sohle den Eindruck von Plateauschuhen vermittelt bin ich schon gewohnt und kann ich bewusst ignorieren. Die Sprengung ist mit 4 mm dezent und ergibt auf den ersten Einstieg ein angenehmes Tragegefühl. Die Schnürsenkel sind, wie von HOKAONEONE gewohnt perfekt und halten auch ohne Doppelknoten. Warum können andere Laufschuhhersteller das nicht?



Die Sohle ist in kleine Felder, fast Waben eingeteilt und erinnert ein wenig an die Konstruktion der Nike Free Modelle. Ob die Sohle ebenso flexibel ist, muss der Test zeigen.


Allerdings merke ich von ersten Laufschritt an, dass dieser Schuh ganz anders ist. Die Sohle ist ungewohnt fest und stabil, sicher auch komfortabel auf langen Strecken, aber das Aufnehmen von Tempo und ein leichter, beschwingter Laufschritt will mir zumindest anfänglich nicht gelingen.

Ich trage die Schuhe regelmäßig bei Tempodauerläufen und im Intervalltraining, auch einen 10 km Wettbewerb habe ich schon mit dem Schuh absolviert, aber wenn ich ihn mit meinem Wettkampfschuh von Brooks, dem guten alten Racer ST5 vergleiche, so bin ich jedes Mal enttäuscht.

Ein direktes Bodengefühl, ein dynamischer Abdruck und besonderer Vortrieb bei hohem Tempo stellt sich bei mir einfach nicht ein.



Auch die Sohle zeigt nach knapp 100 km schon deutlichere Abnutzungserscheinungen, eine Eigenschaft die ich dem HOKAONEONE Clifton2 nach nunmehr 700 km gerne verzeihe, aber nicht dem quasi neuen Clayton.

Zu allem Unglück laufe ich mir sogar bei einem Tempodauerlauf eine Blase im Fussbett, das hatte ich wirklich schon sehr lange nicht mehr auf einer Kurzdistanz. Nachdem ich dünnere und straffer sitzende Socken sorgfältiger als sonst anziehe, geht es besser.
Auf meinen ausgetretenen Waldwegen, die ich sonst mit jedem Schuh gut laufen kann fühle ich mich eher hölzern und habe sogar Angst vorm Umknicken.

Soweit der erste Teil meines Tests. Lange überlege ich, ob ich den Schuh nicht einfach in die Ecke werfen soll, und warum alle anderen Tester so positiv über den Clayton schreiben.



Jetzt eben der zweite Teil:

Wir haben und aneinander gewöhnt. Ich trage den Clayton weiterhin bei schnellen Läufen auf Asphalt und ich komme jetzt meist in den Flow. Der Abdruck stimmt und auch das Tempo will gelingen. Extrem stark schlägt sich der Clayton auf feuchtem Asphalt, und unter diesen Bedingungen könnte ich mir jetzt einen erneuten Wettkampfeinsatz vorstellen.

Nach wie vor glaube ich, dass der Schuh eher etwas für schwerere Läufer ist, ähnliche Gewöhnungsprobleme hatte ich auch mit einem Luxusschuh einer anderen Laufmarke, bei dem alle
Läufer jenseits der 75 kg in Begeisterungsstürme verfielen.

Die Geschichte mit der Blase macht mich allerdings vorsichtig. Schon einmal hatte ich einen Schuh, der mir bis zum Halbmarathon wie am Fuß zu kleben schien, aber auf jeder längeren Distanz Blasen von unschöner Größe und Hartnäckigkeit verursachte.


So bleibt der HOKAONEONE Clayton für mich hauptsächlich ein Trainingsschuh, um den Trainingsalltag eine wenig zu durchbrechen und meinen Wettkampfschuh zu schonen, mehr leider nicht.

Dagegen freue ich mich schon auf Clifton3 aus gleichem Hause, hier schlafe ich aufgrund der bevor-stehenden Modellpflege bereits heute ganz unruhig.

Bilder: Eigene

Disclaimer: Der Schuh wurde mir von HOKAONEONE unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Der Test spiegelt ausschließlich meine eigene Meinung wieder. 
Speziell bei Laufschuhen sind die Testergebnisse sehr individuell und ich empfehle jedem Läufer eine entsprechende Beratung in einem Fachgeschäft vor Ort.

Donnerstag, 11. August 2016

GPS oder die Vorspiegelung falscher Tatsachen


Oft wurde es schon moniert. Selten sind sich die Läufer einig und doch kommt es speziell bei Volksläufen auf Kursen, die nicht offiziell vermessen sind, immer wieder zu Diskussionen über die Länge der Strecke. So auch wieder am 31.7.2016 beim Halbmarathon des TGS Hausen im Rahmen des Main-Lauf-Cups.

Dazu muss man wissen, wie denn eigentlich eine GPS Standortbestimmung überhaupt funktioniert und wie genau sie eigentlich sein kann.
Von vorne herein liegt die Genauigkeit nur bei etwa 10-20 m und ist zusätzlich von einigen Faktoren abhängig, die aus dem Schulwissen der Geometrie leicht verständlich sind. Für eine 2-dimensionale Standortbestimmung(Längen- und Breitengrad) benötigt man die Daten von mindestens 3 Satelliten, für eine 3-dimensionale Position (zusätzlich Höhe) sogar 4. Dazu wird die Berechnung umso genauer, je weiter die Satelliten voneinander entfernt sind.
Von noch grösserer Bedeutung allerdings ist das sogenannten Phänomen der Abschattung. In Häuserschluchten (oft bei mir in Frankfurt), im Tal, an Bergflanken und eben im Wald besteht oftmals keine direkte Sichtverbindung zu den Satelliten, so dass es hier zu entsprechenden Fehlkalkulationen kommt.
Auch die Dämmung der Signale unter Kleidung, bei einer eventuellen Wolkendecke oder eben im Wald sorgt für eine weitere Abschwächung des GPS-Signals.
Da es ja nur eine endliche Zahl an Satelliten im All gibt ist es daher auch kein Wunder, wenn die meisten Uhren ähnliche Ergebnisse ausweisen.

Nahezu übereinstimmend hatten also alle Läufer am letzten Juli-Wochenende auf ihren GPS-Uhren eine bisweilen drastisch zu kurze Laufstrecke mitgestoppt. Was das bedeutet, ist für die Meisten klar. Man kann sich über erlaufene Bestzeiten am Ende gar nicht so freuen.


Auch auf meiner Uhr standen im Ziel lediglich 20,31 km. Also Anlass genug, sich den Fall einmal genauer anzusehen. Ich lud die abgelaufene Strecke auf www.gpsies.com hoch und, das hatte mich bereits im Wald kräftig irritiert, es gab beträchtliche Abweichungen.

Bei fast allen Kurven zeichnete mein GPS, im Wald durchaus üblich kräftige Abkürzungen auf. Also machte ich mir die Arbeit  und letztlich auch das Vergnügen, den Streckenverlauf zu korrigieren.

Ich war zwar nicht übertrieben penibel, aber alle großen Bögen auf der schnurgeraden Strecke und die diversen Abkürzungen um die Kurven führte ich wieder auf die mehrfach zu laufenden Waldwege.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen und nicht ganz überraschend maß ich jetzt eine Streckenlänge von über 21,1 km!



Den neu "vermessenen" Kurs findet ihr hier.

Zwar ist das nach wie vor eine Zahl, die keinerlei offiziellen Charakter hat, macht aber deutlich, dass man sich keinesfalls von seiner Laufuhr, auch wenn andere das gleiche Ergebnis haben, ins Bockshorn jagen lassen sollte.

Für alle, die am 31.7. eine Bestzeit gelaufen sind: Ihr dürft euch zu Recht freuen!

Quelle: Openstreetmap

Freitag, 5. August 2016

Wenn einmal der Wurm drin ist

Irgendwie ist es im Moment wie verhext.

Nach meinem erfolgreichen Wiedereinstieg im November kam das Gefühl und der Erfolg für Distanz recht schnell zurück. So war ich mehr als zufrieden mit meinem Finish beim Rodgau50 und auch die Vorbereitung  für den Weiltalmarathon verlief problemlos.

Dort allerdings zeigte mein Einbruch auf der zweiten Rennhälfte und auch die folgenden 10 km Wettkämpfe, das mir die nötige Tempohärte und vielleicht auch die Bereitschaft, an meine Grenzen zu gehen zur Zeit einfach fehlt.
Wenn noch einer weiteren Beweis dafür gebraucht hätte, so kam es am vergangenen Wochenende dazu. Weder Zahlreiche Tempoläufe und auch Intervalltrainings, noch lange Läufe über die Halbmarathondistanz konnten dafür sorgen, dass ich beim Halbmarathon meines Heimatvereins in Hausen mein theoretisches Leistungsvermögen auch abrufen konnte.

Ok, ich hatte die Nacht vorher, aus welchen Gründen auch immer, kaum bis gar nicht geschlafen. Aber trotzdem wurden bereits nach 5 km meine Beine schwer und ab KM 7 musste ich mein Tempo deutlich reduzieren, um überhaupt das Rennen beenden zu können. So kam ich, wie bereits im Weiltal in den Genuss , in der zweiten Rennhälfte quasi überlaufen zu werden. Ein wenig freudiges Geschehen, dass die Zuversicht noch weiter sinken lässt.

Zwar konnte ich auf dem letzten Kilometer immerhin zwei Läufer wieder einholen und auch meine Gesamtzeit von 1:45:32 ist jetzt auch nicht so schlecht, aber der Blick auf die Splitzeiten ist ein wahres Desaster.
Bis zum nächsten Wettkampf bleiben gerade vier Wochen, um das Krönchen zu richten und entweder Training, Einstellung oder Zeitziele zu korrigieren 🤔



P.S. Der Volkslauf in Hausen ist ein fantastisch organisiertes Event. Schülerläufe über diverse Distanzen, Erwachsenenläufe über 5, 10 und 21,1 km stehen auf dem Programm. Bei Essen und Trinken bleiben kaum wünsche offen, so das ich jedem Volksläufer die Teilnahme empfehlen kann.

Auf der Facebook-Seite des Main-Lauf-Cups findest du ein Video mit fantastischen Emotionen.

Mittwoch, 11. Mai 2016

Gestatten? Der neue HOKAONEONE Vanquish 2

Er ist "der Neue" in der Serie der HOKAONEONE Road Shoes. Zu seinem Vorgängermodell hat der Vanquish 2 deutlich Gewicht gemacht und wiegt jetzt nur noch 300 g in Größe US10/D44 und liegt damit auf gleicher Höhe seiner Konkurrenten von Brooks und ist noch deutlich leichter als vergleichbare Asics Laufschuhe.


Optisch ist er ein Hingucker und man hat die Dual-Layer Midsole schön in das Gesamtkonzept hinein gepackt.


Bisher kannte ich aus dem Hause nur den Clifton 2, ein Schuh der mich anfangs überrascht und verwundert, später dann begeistert hat. Schließlich habe ich, sehr zu meiner eigenen Überraschung sogar den Rodgau 50 und gerade den Weiltalmarathon mit diesem Schuh erfolgreich bewältigt.

Doch nun zum meinem neuen Testschuh aus der angesagten amerikanischen Schuhschmiede.

Super komfortabel mit viel Raum im Vorfuß?
Das klingt maßgeschneidert für meine Plattfüsse. Straffer als der Conquest 2, dafür aber stärker gedämpft als der Clifton 2. Können meine Füße mit so viel Dämpfung auch etwas anfangen oder ist es dieses mal zuviel des Guten?


Zunächst trage ich den Vanquish 2 auf meinen Regenerationsläufen, in der Erwartung ihn bei meinen langen Grundlagenausdauerläufen einzusetzen. Positiv fällt mir als erstes die geringe Sprengung von lediglich 4 mm auf, mag meine Plantarsehne mit mehr nur noch ungern umgehen. Also wage ich auch den ein oder anderen längeren Lauf und alles ist gut.


Nahtlos gearbeiteter Schaft, komfortable Passform? 

Das kann man zweifellos behaupten. In der Zehenbox ist genügend Platz für meine Plattfüsse. Nichts kneift oder kratzt, ich fühle mich einfach wohl! Dazu die Schnürsenkel, die sich nicht von alleine öffnen.
Ich bin zufrieden!

Natürliches Laufgefühl mit viel Dynamik?
Erstaunlich direkt, manchmal sogar hart kommt mir die Sohle vor, so dass ich den Schuh lieber auf Waldwegen und in Parkanlagen als auf seinem bestimmungsgemäßen Untergrund Asphalt trage. Einen Aha-Effekt erlebt man, wenn man Tempo aufnimmt und auf dem Vorderfuß läuft. Hier hat der Vanquish2 tatsächlich wohl dank der vor den Ballen beginnenden Rockereinen sehr guten Abdruck und strahlt einiges an Dynamik aus.


Langlebig dank besonderer EVA-Zwischensohle?
Bisher hatte ich den Schuh auf knapp 200km im Einsatz, so kann ich zur angespriesenen Langlebigkeit, noch nicht allzuviel mitteilen. Das Profil jedenfalls zeigt bisher kaum Anzeichen von Abnutzung. Die Fersenkappe sieht zwar ein wenig seltsam eingeknickt aus, aber funktionell passt alles. Mindestens einen Lauf pro Woche bleibt der Schuh auf alle Fälle im Einsatz, den ein oder anderen längeren Lauf werde ich damit ebenfalls absolvieren.




Freitag, 29. April 2016

Weiltalmarathon - Kein Lauf wie jeder andere

Ein Landschaftsmarathon wie der am Weiltalweg ist schon eine ganz andere Herausforderung als flache Stadtläufe. Statt 10.000 oder sogar 40.000 Menschen befinden sich hier nur an die 1.000 Starter auf der Strecke. Entsprechend ruhig und besinnlich verläuft der Wettkampf und unterwegs haben die Läufer an der Strecke nur wenig Publikum. Dafür hat man Zeit, den Blick schweifen zu lassen, soweit es die Beine zulassen und einfach die Natur zu genießen, oder aber auch an sich zu zweifeln und einsam zu kämpfen.
Das Streckenprofil ist schwierig und obwohl die letzten 20 km im Weiltal Richtung Weilburg fast ausschließlich abwärts verlaufen , mag man das nach den teilweise sehr anstrengenden Steigungen auf der ersten Rennhälfte, vor allem hinauf nach Traisberg, kaum noch schätzen.




Neben einigen etwas schwierigeren Geröllpassagen, auch abwärts, ist man aber heilfroh, dass man dann wenigstens laufen lassen kann.
Ich war zum zweiten Mal nach 2013 am Start und kam mit guten Erinnerungen nach Schmitten zum Start. Beim Weiltalmarathon knackte ich auf Anhieb die 4 Stunden Marke, ein Ereignis, das mir damals noch die Tränen in die Augen trieb.
Vom ersten Antritt wusste ich noch, dass es relativ schwierig war, am Anfang einen vernünftigen Rhythmus zu finden, aber ich fühlte mich gut und locker. Den Anstieg nach Traisberg ging ich sogar extrem langsam an und ließ mich von vielen Mitläufern überholen. Ich kann ziemlich passabel bergab laufen und so machte ich mir keine Sorgen.




Sorgen machte ich mir erst bei der 10km Marke, die ich unter 49 Minuten passierte. Das war für meine anvisierte Zielzeit zwischen 3:45 und 4:00 viel zu schnell! So nahm ich gefühlt einiges an Tempo heraus, aber immer noch lief es viel zu gut.
Bei 1:47:30 passierte ich dann die Halbmarathonmarke und ich wusste, dass es jetzt nur noch zwei Möglichkeiten gab. Entweder ich hatte einen Sahnetag erwischt oder die zweite Hälfte würde knüppelhart.
Bei km 25 passierte es dann: Mir ging so langsam die Luft aus. Die Beine wurden schwer und ich wurde nun ständig von anderen Läufern überholt. Zwar konnte ich immer noch einigermaßen im 6er Schnitt vor mich hinlaufen, aber Spaß machte das keinen mehr.

Die Beine brannten und ich kämpfte mich von Verpflegungsstation zu Verpflegungsstation.
Ständig in der Hoffnung, dass sich der Körper erholen und ich wieder Anschluss an einen Mitläufer finden würde. Stattdessen wurde ich weiter durchgereicht und der mentale Kampf begann.

Erst als Weilburg so langsam in Sichtweite kam, entspannte ich mich, dann sogar so sehr, dass ich 500 Meter vor dem Ziel noch über den Fuß eines Absperrgitters stolperte und beinahe zu Fall kam.
Das Ziel erreichte ich dann endlich, erschöpft aber doch mit einem Lächeln im Gesicht, in 3:53,02 und damit wieder unter der magischen Marke.

Insgesamt bin ich im Nachhinein sehr glücklich, war dies doch mein erster Marathon nach 1 1/2 Jahren (Ich weiß, dazwischen gab es 2x #Rodgau50) und dann mit letztendlich gutem Ausgang.


Mitnehmen für mich kann ich, dass auch eine gewisse Erfahrung und das Alter einen nicht bewahrt vor Fehleinschätzungen und die graphische Analyse zeigt sehr deutlich, wie sehr ich Opfer meines Anfangstempos geworden bin.



Den Wettkampf bin ich erneut im sehr leichten HOKAONEONE Clifton2 gelaufen, der mir nach wie vor sehr gute Dienste leistet, obwohl das Sohlenprofil nach 500 km doch schon deutliche Abnutzungserscheinungen zeigt.
All-Over-The-Top übrigens mal wieder der Duschwagen der Firma Grohe. Es gibt fast nichts schöneres, als nach einem Marathon unter einer heißen Regenwalddusche zu stehen.


Fotos: Christian Wald-von der Lahr, eigene

Freitag, 18. März 2016

Biathlon - Offen für Neues

Als ich den Gutschein von Jochen Schweizer zu meinem 50. Geburtstag von meinen Eltern geschenkt bekam, war schnell klar, dass ich mir ein sportliches Event auswählen würde.

Ein Biathlonkurs in der Nähe von Garmisch fiel mir sofort ins Auge, aber für mich? Ich stand noch nie in meinem Leben auf Skiern, weder Alpin noch Langlauf. Dazu dann noch die anspruchsvolle Skatingtechnik und Schießen.

Also schob ich das Thema von mir weg, aber nach drei Jahren musste ich diesen Gutschein jetzt einlösen und ich fand einfach nichts besseres.

Also Kurs und Zug gebucht, Zimmer reserviert, nachdem Peter Scherrer, der Leiter der Skatingschule mir versicherte, das oft viele blutige Anfänger dabei seien (In meinem Fall genau zwei)!

Nach der entspannten Anreise per Zug, machte ich gleich nachmittags noch einen Trailausflug zum zugefrorenen Bramsee, man gönnt sich ja sonst nichts.



Abends genoss ich bei zwei Hellen den besten Lammbraten (vom eigenen Bauernhof) seit bestimmt 25 Jahren.


Ich schlief früh und lange. Nach dem Frühstück fuhr ich mit dem Bus nach Kaltenbrunn, wo ich mit 39 anderen auf das Team der Skatingschule Scherrer traf. Wir bekamen unsere fast maßgeschneiderten neuwertigen Schuhe und Ski und schon ging es auf zur Piste.


Hier wurden schnell vier Gruppen nach Stärke eingeteilt und wie nicht anders zu erwarten, landete ich in der Gruppe der blutigen Anfänger.
Unsere Trainerin Gabi arbeitete mit uns mit Engelsgeduld und viel Herzblut. Meinen allertiefsten Respekt, der Anfang war mehr als desaströs!!!


Nach zwei Stunden waren aber alle in der Lage, sich einigermaßen im Skatingschritt fortzubewegen, auch wenn dazwischen viele Stürze, viel eingesetzte Kraft und viele Stöhner lagen.

Runde um Runde wurde die Technik besser, zwar weit entfernt von gut, aber immerhin.

Nach dem Mittagessen dürften wir dann zum Schiessstand und wurden im Waffengebrauch und unterwiesen. Danach erfolgten dann mehrere Runden im Rhythmus Laufen-Schiessen-Laufen um die Wettkampfsituation zu simulieren.


Nachdem ich Anfang gleich vier von fünf Scheiben abräumen konnte, würde ich leider gleich zu optimistisch und schoss in der folgenden Runde vier Fahrkarten. Auch die nächste Runde wurde nur wenig besser. Da zum Abschluss eine gemischte Staffel anstand schwante mir böses.

Aufgrund meiner schlechten Lauf- und Schiessleistung "durfte" ich gleich als Startläufer ran. Die Laufrunde war anstrengend, aber ich versuchte, mich ganz auf das Schießen zu konzentrieren, atmete bei jedem Schuss tief aus und traf alle Scheiben! Am Ende sollten die insgesamt wenigsten Strafrunden dafür sorgen, dass mein Team den Staffelwettbewerb gewann.

Ich weiß jetzt nicht, ob ich das Langlaufen und speziell das Skaten ernsthaft praktizieren möchte, aber das Event hat mit seiner professionellen und doch familiären Organisation sehr viel Spaß gemacht und eine Wiederholung ist keinesfalls ausgeschlossen.

Mein Dank geht speziell an Gabi für ihre herzliche Betreuung und Peter, der jederzeit alles im Blick hatte und alle Anliegen erfüllen konnte.

Alle nötigen Informationen bekommst du hier

Sonntag, 13. März 2016

Später Jahresrückblick - Katastrophenjahr mit positivem Abschluss

Es erwischte mich aus heiterem Himmel. Das Frühjahr 2015 verlief gut, beinahe schon grandios. Ich lief meine beste Zeit beim Rodgau50, ich wurde Altersklassendritter bei den Kreismeisterschaften im Crosslauf. Nach einem etwas missglückten Syltlauf konnte ich 3 Wochen später den 25km Wasserlauf in Seligenstadt in Bestzeit beenden und dann würde ich auch noch Gesamtvierter beim heimischen Fackellauf (AK 2.).

Mit einem Glücksgefühl fuhr ich heim und mit Schmerzen wachte ich auf. Was war passiert? Eigentlich weiß ich es bis heute nicht.

Vielleicht zu viele Wettkämpfe?
Aber ich hatte mir immer Pausen genommen und bin auch nicht grundsätzlich am Anschlag gelaufen.

Falscher Schuh?
Ok, den PureConnect, den ich insgesamt nur 30 km gelaufen bin, trug ich bis zum Fackellauf nur 2x und habe ihn nun abgestoßen, weil er mir einfach nicht gut tut. Aber solche Probleme entstehen nicht durch eine Einheit.

Also erst mal Laufpause. Fahrrad, Stabi und Kraft ging nach wie vor. Ich habe dann quasi gar nicht trainiert, bin aber trotzdem noch zwei 10 km Wettkämpfe und den Strongmanrun gelaufen. Erst danach siegte endgültig die Vernunft.

Da die Orthopäden immer nur die Symptome, selten aber die Ursachen behandeln, war der erste Weg zum Osteopathen und zur Physiotherapie. In diesem Fall jedoch scheiterten sie. Die Beweglichkeit wurde besser, aber der Schmerz blieb.


Also doch zum Orthopäden: Immerhin gibt es nach dem MRT einen Befund. Entzündung im ersten Strahl und um den Tarsaltunnel. Also Schmerzmittel und Einlagen, um die Fehlstellung im Vorderfuß zu korrigieren. Würden vielleicht was nützen, wenn die Schmerzen im Ruhezustand verschwinden würden und ich nur laufen könnte!

Auch 8 Wochen später kaum Veränderung. Laufversuch nach 3 km abgebrochen. Urlaub im schönsten Trailgebiet und ich mache Stabi und Kraft in einem häßlichen Studio!

Also großes Blutbild und (endlich) begleitend Physiotherapie.

Ist es jetzt enttäuschend? Keine Entzündung mehr im Körper, also fällt der Rettungsanker Cortison flach. Immerhin: Vitamin D Unterversorgung, aber wer hat das nicht?

Selbst dem Physiotherapeuten fällt bald nichts mehr ein. Das Gelenk ist frei und beweglicher als das gesunde. Ich aber bleibe dran, weil ich mich nach jeder Behandlung besser fühle.

Beim Frankfurt-Marathon stehe ich an der Strecke und außer einer Erkältung trage ich keine Blessuren davon. Wie gerne hätte ich die gegen Muskelkater und Blasen und ein paar schwarze Zehennägel getauscht!



Immerhin: Heiko empfiehlt mir Prolin, eine Aminosäure. Ich klammere mich an jeden Rettungsring.

Es ist November, der nächste Urlaub und wie aus Trotz packe ich die Laufsachen ein. Dazu ein neuer Schuh von HOKA ONE ONE. Noch drei Monate bis Rodgau, also jetzt oder nie.



Ich laufe 3 km auf der Hotelanlage (900 m Runde). Es zwirbelt, aber der Schmerz ist anders. Ein Tag Pause, dann 4 km, es zwirbelt, aber weniger. Geht? Pause, dann 5 km mit dem HOKA. Sehr gewöhnungsbedürftig! Pause, dann 6 km mit einem anderem Schuh. Am nächsten Tag humpele ich schon nach wenigen 100 Metern am Strand.
Also doch wieder der Clifton2? Ja! Nach 8 km zwirbelt alles, aber kein bleibender Schmerz. Über Pace sprechen wir lieber nicht, aber was soll es? Ich laufe!

Ich setze mir ein erstes Ziel: Teilnahme am Silvesterlauf. 3 Tage Pause wegen Ausflug, Rückflug usw., unabsichtliche Superkompensation eben!

Zu Hause werde ich mutig: 10km!!! Zwei Tage Pause, wieder 10 km. Es läuft, zwar langsam aber läuft! Jetzt nehme ich erstmals den Kalender, rechne rückwärts von Rodgau. Ohne Erkältung könnte es reichen!

Ich beschränke mich auf 3 Laufeinheiten pro Woche und die langen Läufe sind sehr langsam und langweilig. 2 x begleitet mich José für einen Teil. Danke nochmal dafür.



Der Silvesterlauf verläuft grandios. Runalyze meint, 51 Minuten wären drin, ich setze mein Ziel auf Sub50, ist klar!Auf dem ersten km muss ich mich mächtig zurücknehmen, aber bleibe locker unter 5 Minuten. Ich mache keinen Stress, es läuft. Noch die berüchtigte Rampe auf KM 8! Ich komme hoch und es wird satt unter 50. Nochmal Gas geben fürs Selbstvertrauen und ich erreiche das Ziel in 48:12.
Zwei Jahre vorher war ich unverletzt mit viel mehr Power nur 47:20 gelaufen und war danach völlig fertig!


R O D G A U !!!

Die langen Läufe in der Vorbereitung sind mental anstrengend, aber die Schmerzen sind endgültig weg. Und Lauffreunde motivieren mich!


Ich vertraue meinem Körper und meinem Geist, und ich schaffe Rodgau im anvisierten optimistischen Zeitfenster.

Jetzt stecke ich voller Tatendrang für 2016 und versuche gleichzeitig, es nicht zu übertreiben. Ich stecke mir (bisher) keine Zeitziele. Auch habe ich noch keine Wettkämpfe geplant, obwohl doch einiges in meinem Kopf herumgeistert.