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Freitag, 18. März 2016

Biathlon - Offen für Neues

Als ich den Gutschein von Jochen Schweizer zu meinem 50. Geburtstag von meinen Eltern geschenkt bekam, war schnell klar, dass ich mir ein sportliches Event auswählen würde.

Ein Biathlonkurs in der Nähe von Garmisch fiel mir sofort ins Auge, aber für mich? Ich stand noch nie in meinem Leben auf Skiern, weder Alpin noch Langlauf. Dazu dann noch die anspruchsvolle Skatingtechnik und Schießen.

Also schob ich das Thema von mir weg, aber nach drei Jahren musste ich diesen Gutschein jetzt einlösen und ich fand einfach nichts besseres.

Also Kurs und Zug gebucht, Zimmer reserviert, nachdem Peter Scherrer, der Leiter der Skatingschule mir versicherte, das oft viele blutige Anfänger dabei seien (In meinem Fall genau zwei)!

Nach der entspannten Anreise per Zug, machte ich gleich nachmittags noch einen Trailausflug zum zugefrorenen Bramsee, man gönnt sich ja sonst nichts.



Abends genoss ich bei zwei Hellen den besten Lammbraten (vom eigenen Bauernhof) seit bestimmt 25 Jahren.


Ich schlief früh und lange. Nach dem Frühstück fuhr ich mit dem Bus nach Kaltenbrunn, wo ich mit 39 anderen auf das Team der Skatingschule Scherrer traf. Wir bekamen unsere fast maßgeschneiderten neuwertigen Schuhe und Ski und schon ging es auf zur Piste.


Hier wurden schnell vier Gruppen nach Stärke eingeteilt und wie nicht anders zu erwarten, landete ich in der Gruppe der blutigen Anfänger.
Unsere Trainerin Gabi arbeitete mit uns mit Engelsgeduld und viel Herzblut. Meinen allertiefsten Respekt, der Anfang war mehr als desaströs!!!


Nach zwei Stunden waren aber alle in der Lage, sich einigermaßen im Skatingschritt fortzubewegen, auch wenn dazwischen viele Stürze, viel eingesetzte Kraft und viele Stöhner lagen.

Runde um Runde wurde die Technik besser, zwar weit entfernt von gut, aber immerhin.

Nach dem Mittagessen dürften wir dann zum Schiessstand und wurden im Waffengebrauch und unterwiesen. Danach erfolgten dann mehrere Runden im Rhythmus Laufen-Schiessen-Laufen um die Wettkampfsituation zu simulieren.


Nachdem ich Anfang gleich vier von fünf Scheiben abräumen konnte, würde ich leider gleich zu optimistisch und schoss in der folgenden Runde vier Fahrkarten. Auch die nächste Runde wurde nur wenig besser. Da zum Abschluss eine gemischte Staffel anstand schwante mir böses.

Aufgrund meiner schlechten Lauf- und Schiessleistung "durfte" ich gleich als Startläufer ran. Die Laufrunde war anstrengend, aber ich versuchte, mich ganz auf das Schießen zu konzentrieren, atmete bei jedem Schuss tief aus und traf alle Scheiben! Am Ende sollten die insgesamt wenigsten Strafrunden dafür sorgen, dass mein Team den Staffelwettbewerb gewann.

Ich weiß jetzt nicht, ob ich das Langlaufen und speziell das Skaten ernsthaft praktizieren möchte, aber das Event hat mit seiner professionellen und doch familiären Organisation sehr viel Spaß gemacht und eine Wiederholung ist keinesfalls ausgeschlossen.

Mein Dank geht speziell an Gabi für ihre herzliche Betreuung und Peter, der jederzeit alles im Blick hatte und alle Anliegen erfüllen konnte.

Alle nötigen Informationen bekommst du hier

Donnerstag, 10. September 2015

Trans-Siberian Extreme - Vortragsabend im Frankfurter Laufshop

Jost Wiebelhaus hatte geladen und viele kamen, um sich die Eindrücke seines Mitarbeiters Thomas John, der mit seinem Freund Johannes Rosenberger das Hammer Radrennen Transiberian Extreme erfolgreich absolviert hat, vermitteln zu lassen.


9.195 km von Moskau nach Wladiwostok, 15 Etappen an 23 Tagen, da muss man neben einer Top-Kondition auch eisernen Willen und die Neigung zur Selbstaufgabe haben.
Unterlegt von Videos und Bildern schildern die beiden Akteure und deren Betreuer ihre Erlebnisse auf und neben der Wettkampfstrecke. Dabei bleibt es trotz der relativ langweiligen "Wettkampfszenen" lustig und unterhaltsam, weil die beiden Sportler die Filmsequenzen mit lustigen Anekdoten und Geschichten unterlegen können.


Dass es die beiden geschafft haben, trotz einer relativ kurzen Vorbereitung als einzige reine Amateure im Feld zu bestehen, zeugt auch von einem perfekten Umfeld. So haben ihnen die Teammitglieder alle administrativen Aufgaben, wie Essen machen oder suchen, Kleidung bereithalten, das richtige Hotelzimmer finden, abgenommen.


Sie hatten also die einfachste Aufgabe und mussten "nur fahren". Der Pokal für den 2. Platz in der Teamwertung spricht da für sich.  Im Durchschnitt, so hören die Gäste, fuhren alle Teams letztendlich schneller als 30 km/h.
Wieder einmal ein Beweis, dass man als Einzelner sich  bei solchen Events nur dann behaupten kann, wenn man ein perfektes Team hinter sich hat.


Dass dieser Spaß nicht billig ist, davon können die beiden auch berichten, aber auch, dass das Rennen so gut verlief, dass es bei einer nochmaligen Teilnahme nur schlechter werden könne. Und so sind die beiden jungen Protagonisten noch auf der Suche nach einer neuen Aufgabe und sicher auf der Suche nach eventuellen weiteren Sponsoren.

Dem Frankfurter Laufshop kann man nur gratulieren, damit neben Florian Neuschwander, der gerade den Transrockies Run gewonnen hat, einen weiteren sportlichen Hochkaräter als Mitarbeiter zu haben

Sonntag, 28. Juni 2015

Das erste Bitburger 0,0% Blogger-Event oder: Was Läufer schon immer über alkoholfreies Bier wissen wollten

Anfang Mai erreichte mich die Einladung, am ersten

Bitburger 0,0% Blogger-Lauf-Event


teilzunehmen. Überrascht von der Ehre, unter mittlerweile doch vielen Laufbloggern überhaupt angesprochen zu werden, und neugierig, was ein eher Mannschaftssport unterstützendes Getränkeunternehmen wie Bitburger denn mit uns vorhat, sagte ich spontan zu.
Zusammen mit den Laufbloggern Eddy, Hannes, Ruben, Philipp und Claus sowie den Medienverstretern Julia, Christian und Ralf trafen wir uns an einem Samstag im wunderschönen Kastenholz Hotel in Wershofen/Eifel.


Das Programm las sich spannend und interessant, dazu ließ es genügend Raum für anregende Gespräche und ein ausgedehntes Wellnessprogramm. Allesamt Zeichen für ein perfektes Wochenende.
Die Anreise begann als ein perfektes Sternfahrt-Zusammenspiel. Ich holte Hannes am Bahnhof Gensingen-Horrweiler ab und Ruben nahm uns beide im kleinen Weindorf Dorsheim an der A61 auf.
Doch heute ging es um Laufen und Bier und so fuhren wir, gleich vertieft in eine rege Unterhaltung, weiter in die Eifel.

Dort eingetroffen erwarteten uns Christina und Michaela vom Bitburger Kommunikations- management zu einem hervorragend durchorganisierten Event mit bekannten Referenten.

Günter Wagner vom Institut für Sporternährung e.V. in Bad Nauheim klärte uns ausführlich über Zusammenhänge von Regeneration und entsprechender Ernährung und nach der Mittagspause auch über das richtige Trinken vor, während und nach sportlicher Betätigung auf. Diskutiert wurde über die angemessene Menge an Salz und anderen Nährstoffen, über Schorlen und Isotonie.


Dass das alkoholfreie Produkt des Eventsponsors sich hier in einer Reihe ausgezeichneter Sportgetränke wiederfand, ist natürlich kein Wunder. Dazu fielen aber auch die zwei bedeutungsvollsten Sätze des Beitrags:

Man kann die Menschen nicht von etwas überzeugen, wenn man ihnen versucht zu vermitteln, dass etwas in ferner Zukunft nicht eintritt.
Es muss nicht nur gesund sein, es muss auch schmecken.

Daher bekamen wir auch während des gesamten Tages die Produkte der Bitburger 0,0% Produktlinie ausgiebig zum Testen. Ich kann sagen, dass ich mich in das Bitburger 0,0% Grapefruit sofort verliebt habe. Schmeckt das Radler, so wie alle Mischgetränke dieser Art relativ doch sehr süß, und ist alkoholfreies Pils sowieso reine Geschmackssache, so steht das herbe Grapefruitprodukt ab sofort ganz oben auf der Liste meiner Sportgetränke nach dem Lauf.
Mit nur 30 kcal pro 100 ml und einigen Vitaminen versehen, verbinden sich für mich hier Geschmack, Isotonie und Durstlöscher perfekt und ich werde sicher neben alkoholfreiem Weizen auch einen Kasten davon im Keller deponieren.


Zusätzlich bot uns Günter Wagner an, anhand eines Ernährungsprotokolls über mehrere Tage die Zusammensetzung unserer Ernährung in Bezug auf Nährstoffe und Vitamine zu analysieren. Ein sehr spannendes Thema, da ich zwar versuche, mich einigermaßen gesund und sportkonform zu ernähren, aber auf Grund des vorhandenen und zu lesenden Halbwissens immer eine große Unsicherheit besteht, ob ich jetzt zuviel oder zuwenig zu mir nehme.


Damit über Essen nicht nur geredet wurde zelebrierte der bekannte Fernsehkoch Christian Henze vor unseren Augen und mit unserer Unterstützung ein schnelles, gesundes und leckeres 3-Gänge-Fitnessmenü. Ich hoffe, es gehen Euch wie uns die Augen über. Ich war beeindruckt, wie einfach man mit wenig Aufwand hier Großes zaubern kann.


                   
Am Nachmittag trafen wir uns dann mit Dietmar Bier, natürlich auf Grund seines Nachnamens, aber vor allem wegen seiner sportlichen Leistungen im Ausdauerbereich vom Veranstalter ausgewählt, zum praktischen Teil des Events.


Wir liefen uns warm, wobei wir auf dem Weg zu einer kleinen Kapelle gleich einige Höhenmeter in die Beine bekamen, um dann erst einmal das von allen geliebte, aber viel zu selten geübte Lauf-ABC zu praktizieren. Fußgelenksarbeit, Skippings, Kniehebelauf, Anfersen, Seitwärtslauf und diverse andere Übungen, die unseren Laufstil verbessern sollen, standen auf dem Programm.


Danach zogen wir noch ein paar ruhige Kilometer durch das schöne, hügelige Laufrevier rund um das Hotel.

Copyright: Bitburger

Copyright Bitburger
Anschließend stand dann auf dem Parkplatz und im Fitnessraum funktionelle Gymnastik auf dem Programm, bevor wir den aktiven Teil des Tages mit Übungen auf der Blackroll zur Dehnung unserer beanspruchten Faszien abschlossen.

Da das Hotel über einen ausgezeichneten Wellnessbereich verfügte erholten wir uns dann in Schwimmbad und Sauna, bevor wir uns zum gemeinsamen Abendessen und Fachsimpeln wiedertrafen.

Erstaunlich und erfreulich die Offenheit und Nähe unserer Referenten und auch der rege Austausch mit dem Veranstalter. Konstruktive Kritik am Seminarablauf und dessen Themen wurden bis tief in die Nacht ebenso offen angesprochen und diskutiert wie zukünftige Pläne und Ideen.
In diesem Punkt haben wir die Regenerationsphase an diesem Abend sicher nicht eingehalten.

Am nächsten Morgen trafen wir uns dann, nachdem die "Unverbesserlichen" ihren Nüchternlauf absolviert hatten, zu einem ausgiebigen Frühstück und hoffen nun alle, dass dies nicht das letzte Event dieser Art gewesen ist.

Ein Video zum Event, gefilmt von Eddy, findest du hier.

Bitburger hat uns für dieses Wochenende in die Eifel eingeladen und sämtliche Kosten übernommen. Es war uns selbst überlassen, ob und wenn ja, in welcher Form wir davon berichten. Dieser Artikel spiegelt meine persönliche Meinung wieder und ist keine Werbung für eine Marke.

Montag, 18. Mai 2015

Strongmanrun 2015 auf dem Nürburgring mit Brooks

Auf zu neuen Ufern und in eine andere Art des Wettkampfes hieß es für mich am 9.Mai. Brooks hatte seine Laufblogger zu diesem Event eingeladen und alleine die Aussicht auf ein gemeinsames Event mit meinen Messenger-Kollegen ließ mich spontan zusagen.



Erst zusagen, dann nachdenken, einen Zustand, mit dem ich mich im Kreise meiner ebenso verrückten Lauffreunde des #Twitterlauftreff in guter Gesellschaft befinde.

Denn eigentlich sind solche Wettkämpfe nicht mein Ding. Laufen kann ich mittlerweile ganz gut, aber das Überwinden von wackligen Hindernissen, kriechen durch den Dreck, Stromschläge riskierend und schwimmen im eiskalten Wasser in voller Montur sind nicht so mein Ding.
Aber wie gesagt, ich hatte ja schon zugesagt...


So trafen wir uns bei der von Brooks hervorragend organisierten Veranstaltung bereits am Vorabend im Hotel Eifeldorf und machten uns, soweit nicht schon früher geschehen untereinander bekannt.

Zusammen mit dem Getting Tough Team erkundeten wir die Strecke, um anschließend bereits Einblicke in die Herbstkollektion werfen zu können. Auch über die Firmen- und Bloggerstrategie wurde ausführlich diskutiert, so dass wir anschließend hungrig das hervorragende Hotelbüffet zwecks Carboloading überfielen.


Danach holten wir im bereits gut gefüllten Ring°Boulevard unsere Startunterlagen ab und stöberten fleißig am Brooks-Verkaufsstand.



Anschließend besuchten einige die Pre-Race-Party, während ich die Gelegenheit zum Austausch mit meinen Bloggerkollegen nutzte.




Trotzdem trafen wir uns alle gut erholt zum Frühstück und setzen uns dann zur Rennstrecke in Bewegung. Dank des First-Fifty Startbands mussten wir uns nicht stundenlang in der Startaufstellung aufhalten und konnten quasi "von vorne" direkt hinter dem Elitefeld starten. Durch unsere Brooks Run Happy Team Shirts in orange waren wir auch immer super zu erkennen.



Eine Runde auf dem Nürburgring hat knapp 12km und ist mit 18 Hindernissen bestückt. Den Parcours findet ihr hier oder ihr lasst euch wie ich, einfach überraschen.

Die Hindernisse haben so wunderschöne Namen wie "Butt Spencer", "Brooks Black Mountain" oder "Ropes of Hope", aber auch "Eifeler Südwand", "K.O. tainer" und "Wall of Pain".


Ich kann euch versprechen, es wird dreckig, feucht, klebrig, glitschig und alles so, wie man sich vorstellt. Am Anfang muss man sich überwinden, aber wenn man einmal eingesaut ist, fühlt man sich in seine Kindheit zurückversetzt.



Und zum Thema Pussy Lanes: Ich habe keine gesehen und wollte auch keine nehmen, wer nicht nass und dreckig werden will, soll eben einen anderen Wettkampf wählen. Die Ausnahme wäre Kniemandsland, eine Krabbeltour, bei der einem (leider) auch Stromschläge verpasst werden, wenn man, wie ich in der zweiten Runde unaufmerksam ist ;)



Unterwegs hilft jeder jedem und es wird in gewissem Rahmen sehr viel Rücksicht aufeinander genommen. Nur wenige Engagierte sind hier auf Bestzeiten aus, der Eventcharakter und die Überwindung eigener Ängste stehen im Vordergrund. Trotzdem würde ich niemals alleine auf die Strecke gehen, denn nur im Team, das nicht groß sein muss, macht es so richtig Spaß.
Sollte eine Wiederholung drohen, und danach sieht es sicher aus, würde ich mich auch gerne nochmal aus meiner "Läuferkomfortzone" bewegen und mich mit den starken Männern und Frauen messen, aber vor allem das Event genießen.





Noch ein Wort zur Schuhwahl: Nach langer Überlegung hatte ich mich für ein altes Modell des Brooks Racer ST5 entschieden und lag, zumindest an diesem Tag und bei diesem Wetter, goldrichtig.
Sicher wären vom Profil her der Cascadia oder PureGrit die optimale Variante gewesen, aber diese Schuhe habe ich nur in neu. Der Racer aber trocknete relativ schnell wieder ab, und durch die dünne Sohle war das mit Watschelgeräusch verbundene Wasser zügig wieder herausgelaufen.

Zum Genießen gab es dazu das extra für die Run Happy Team produzierte Video in der Langversion. Das offizielle Brooks-Video findest du hier:





Hier einige weitere Impressionen:


Dienstag, 16. September 2014

Zwei Marathons innerhalb von vier Wochen

Ich strahle immer noch über beide Backen.

Nachdem ich vor einigen Wochen die Teilnahme am begehrten Berlin-Marathon beim Hauptsponsor BMW gewonnen hatte, war ich mutig und bewarb mich auch für einen Startplatz in Frankfurt.

Berlin kam überraschend und für einen schnellen Marathon fehlen mir noch 4 Wochen. So wollte ich eigentlich den 28. September abwarten, um zu sehen ob ich denn überhaupt in Frankfurt starten will.

Gestern erreichte mich dann die Mail von Wobenzym, dass ihnen meine Bewerbung gefallen hat und ich somit einen Startplatz erhalte.

Damit sind natürlich die Würfel gefallen und ich werde mein Bestes geben. Berlin wird sicher nicht allzu schnell werden, aber ich traue mir schon zu, unter 4 Stunden zu bleiben. Ansonsten werde ich die Stimmung aufsaugen, mich mit Freunden vom #twitterlauftreff verabreden, die Berlin Vital genießen und mich anschließend hoffentlich mit ganz viel Motivation auf Frankfurt vorbereiten.


Stay tuned...

Dienstag, 6. Mai 2014

Die Premiere - Der erste Wings for Life World Run

Vorausschicken muss ich, dass ich nicht gerade ein Freund des veranstaltenden Getränkeherstellers aus Österreich bin und auch dessen diversen Brausen nicht so mein Fall sind.
Da aber meine Lieblingslaufmarke Brooks als Mitsponsor auftrat und sich damit die Gelegenheit bot, nette Freunde zu treffen war ich schnell Feuer und Flamme. Ein neues Konzept und ein guter Zweck, alle Startgelder und die Spenden fliessen an eine Stiftung zur Heilung der Querschnittslähmung, und die Lust zur Teilnahme war da.


Da ich zwei Tage vorher noch von Oberursel zum Feldberg (gut 620 Höhenmeter) hochgelaufen war, hatte ich auch keine utopischen Ansprüche an meine persönliche Leistung. Im Schnitt wollte ich fünf Minuten pro Kilometer brauchen und das würde für eine Kilometerleistung von knapp über 25 Kilometern reichen.
Ein Blick auf das Streckenprofil hätte gereicht, um dieses Ziel dann doch als ambitioniert zu klassifizieren.

Eigentlich hatte ich von Anfang an schwere Beine und trotzdem hielt ich überraschenderweise, auch ohne auf die Uhr zu schauen mein angestrebtes Tempo. Im Gegenteil, ich war lange Zeit sogar noch um einiges schneller unterwegs.
Mit dazu bei trugen die für einen Landschaftslauf doch recht zahlreichen Zuschauer und die hervorragende Versorgung entlang der Strecke.
Waren bei KM 20 doch noch sehr viele Läufer vor mir, merkte man, dass sie auch gar nicht weiter laufen wollten und konnten. Auch ich war relativ erschöpft und da es sich hier um ein Spaßevent handelte, beschloß ich, mein Tempo zu drosseln. Leider wurde ich dann bei KM 24,7 vom Catcher Car, unmittelbar vor meiner persönlichen Zielmarke, eingeholt. Gott sei Dank ersparte ich mir aber dadurch die unmittelbar danach folgenden steilen Rampen auf der Strecke. Die hätten an diesem Tag sowieso meinen Willen gebrochen.
Bei der Shuttlestation bei KM 26 warteten dann zwei Überraschungen. Die Unangehnehme: Wir mussten eine gefühlte Stunde auf unseren Shuttle-Bus zurück nach Darmstadt warten. Die Angenehme: Wir hatten eine prominente Mitleidende. Sabrina Mockenhaupt gab bereitwillig Autogramme, ließ sich mit uns fotografieren und es gab allerhand Fachsimpelei und Einblicke in das Leben einer Profi-Leichtathletin.
Alleine dafür hat es sich gelohnt. Vielen Dank Mocki, es war sehr unterhaltsam!
Auch hier noch ein mal ein Lob an den Veranstalter. Da die Anzahl der Busse wohl recht eingeschränkt war brachte ein Transporter mehrere Wassercontainer vorbei, so dass wir zumindest nicht verdursten mussten.



Zurück im Startbereich warteten die Freunde schon und so ging ein schöner Tag mit allerlei alkoholfreien Getränken und Würstchen zu Ende.

Vielen Dank an Brooks und auch an Dominik Briselat für die Bilder.

Interviews und Impressionen findet ihr beim Veranstalter und in den nächsten Tagen sicherlich auf der Webseite von Brooks. Stay tuned and run happy!

Donnerstag, 24. April 2014

Wings for Life World Run in Darmstadt mit Brooks

Nachdem mich meine hartnäckigen Probleme im linken Sprunggelenk nach wie vor von einer vernünftigen Marathonvorbereitung abhalten, suchte ich nach einer neuen Herausforderung für das Frühjahr.

So kam mir die Teilnahme meiner Lieblingslaufmarke Brooks, deren Messenger ich ja auch bin, als Mitsponsor des von Red Bull organisierten Wings for Life World Run entgegen.
Hier werde ich am 4. Mai u.a. zusammen mit den "Profis" vom Brooks Running Team und vielen bekannten Vorzeigeathleten an den Start gehen, um im Kampf gegen ein Catcher-Car zeitgleich mit vielen tausend Athleten rund um den Globus, möglichst viele Kilometer herauszulaufen.
Wer sich für das genaue Konzept interessiert, kann das auf der entsprechenden Homepage gerne nachlesen.
Das komplette Startgeld geht laut Red Bull direkt an die Stiftung für Rückenmarks-
forschung.

Zusätzlich würde ich mir wünschen, dass sich hier an dieser Stelle Freunde, Leser und Sympathisanten bereit erklären, für jeden von mir angefangenen Laufkilometer einen Geldbetrag an die Stiftung zu überweisen.

Wenn die Technik mitspielt, werde ich mit runtastic laufen, so dass ihr sofort feststellen könnt, um welchen Betrag euch meine Laufleistung ärmer macht ;) Selbstverständlich könnt ihr mir darüber weitere Motivation senden, und ich kann euch versprechen, ich werde mein Bestes geben!
Auf der Homepage findet ihr übrigens einen Pace Calculator, so dass ich euch nicht völlig unwissend in euren Ruin renne! Mein Tempo kann ich euch allerdings nicht versprechen ;)

Die Kontodaten findet ihr hier:

Postet bitte in die Kommentare den entsprechenden Betrag und ich werde eure Spende zeitnah ebenfalls auf Twitter, Facebook und Google+ erwähnen. Solltet ihr das nicht wünschen, bitte auch kurz im Kommentar erwähnen oder mir eine Direktnachricht auf Twitter senden.

Kommentare zum Event findet ihr übrigens bei Twitter unter den Hashtags #worldrun, #run4wings und #wingsforlife.

Links und Trailer auch bei ServusTV, dass sogar live aus Darmstadt überträgt




Dienstag, 29. Oktober 2013

Frankfurt Marathon 2013 - Eine Lektion in Demut

Zuerst einmal vorneweg: Am Anfang des Jahres stand überhaupt kein Marathon auf meinem Plan und erst Mitte des Jahres habe ich mich durch einen kostenlosen Startplatz über BMW zu einer Teilnahme am Frankfurt-Marathon quasi "überreden" lassen.
Mein Frühjahr war ja schon überaus erfolgreich und so stieg ich mich nach einer ausgedehnten Regenerationsphase im Juni und Juli (hier habe ich allerdings schon Tabata-Intervalle eingestreut) am 1. August in die Vorbereitung ein. Ein Ziel war schnell formuliert, warum sollte es nicht möglich sein, auf einem schnellen und flachen Stadtkurs die 3:49:15 vom Weiltalwegmarathon deutlich zu unterbieten, also war 3:30:00 die nächste Benchmark.
Man wächst mit seinen Aufgaben, außerdem tickt die biologische Uhr unaufhaltsam gegen mich, mit 50 hat man nicht mehr so viel Potential, sich zeitlich zu verbessern.
1x in der Woche Intervalltraining, 2-3 Dauerläufe, ein langer Lauf am Wochenende, dazu 1x pro Woche Pilates, im Sommer Outdoor Kraft-/Koordinationstraining im Frühherbst Kettlebell-Swings.
Dazu bin ich nahezu täglich zur Arbeit und zurück 32km mit dem Rennrad unterwegs gewesen.
In meinem Umfeld hat man mich für sportsüchtig und verrückt erklärt, aber ich fühlte mich gut und hatte einen großen Spaß.
Bereits am 1. September lief ich dann in Dietesheim 1:37:46  auf der Halbmarathondistanz und pulverisierte damit meine persönliche Bestzeit um mehr als sechs Minuten. Doch nach dem Hoch kam dann postwendend auf das Riesentief. Vermutlich durch einen nicht fest genug geschnürten Schuh holte ich mir eine Faszienverklebung, die leider vom Orthopäden nicht so diagnostiziert wurde, bzw. auch nicht die richtigen Behandlungswege eingeleitet wurden.
So verordnete er und ich mir eine einwöchige Laufpause, die ich aufgrund anhaltender Beschwerden zwei Mal verlängern musste. Den als Vorbereitung geplanten Basel-Marathon musste ich daraufhin absagen.
Erst als mir dann vor lauter Frust der Kragen platzte und ich aus eigenem  Antrieb bei einer ortsansässigen Physiotherapeutin in Behandlung ging, löste sich das Problem während einer einzigen Behandlung!!!
Eigentlich wollte ich mir nur ein Kinesiotape kleben lassen aber Sigrid Tinat überredete mich zu einer Behandlung nach dem Fasziendistorsionsmodell von S. Typaldos. Diese Behandlungsmethode, die ihren Ursprung in der Osteopathie hat ist zwar sehr schmerzhaft, war aber bei mir sehr effektiv. Bereits am nächsten Tag konnte ich wieder in die Marathonvorbereitung einsteigen.
Ob die Freude darüber überwog oder der Ärger über die drei verlorenen Wochen kann ich bis heute nicht sagen. Eines weiß ich heute jedenfalls sicher: Die fehlenden langen Läufe haben definitiv eine bessere Zeit verhindert.
Ich versuchte, so gut wie möglich die fehlenden Kilometer zu substituieren und lief auch an den Regenerationstagen zusätzlich lockere 5km Einheiten. Das Tempo bei den Intervallen kam auch recht schnell wieder zurück, aber einen fehlenden langen Lauf kann man einfach nicht kompensieren. Marathon ist nun mal die Königsdisziplin. Das Tapering nahm ich schon recht ernst, aber die Lockerheit des Frühjahres oder wie vor dem Halbmarathon im September wollte sich einfach nicht einstellen. Viele sagten, das sei normal, aber ich fühlte mich immer noch recht müde und abgespannt.

In der letzten Woche schlief ich viel, machte nur noch zwei kurze Einheiten, aber selbst die fielen mir schwer. So ging ich entsprechend skeptisch in das Rennen.
Eines muss ich sagen, ich bin ja in den letzten Jahren immer in einer Staffel mitgelaufen, aber so gut wie dieses Mal habe ich die Stimmung noch nie empfunden.
Leider gelang es den Veranstaltern nicht, die Blöcke wirklich nach Leistung zu teilen und obwohl ich mich schon recht optimistisch in der Mitte des BMW-Blocks für Zielzeiten zwischen 3:15 und 3:30 platziert hatte befanden sich vor mir etliche wesentlich langsamere Läufer, die dann, zum Teil sogar sehr unsportlich, auch noch nebeneinander als menschliche Mauer durch die engen Stellen am Anfang der Strecke "schlichen". Entsprechend schwer fiel es mir und auch einigen anderen Läufern, den Rhythmus zu finden. trotzdem war ich nach 5 km im Soll, vermutlich hat aber schon dieser Stress einige Kraft gekostet.

 
Bis zur Halbmarathonmarke lief ich recht gleichmäßig mein Solltempo und weniger als eine Minute über meinem Plan. Aber schon da merkte ich, dass die Beine einfach nicht frisch genug waren, ja schon zu so einem frühen Zeitpunkt schwer wurden. Deswegen entschloss ich mich frühzeitig, den Druck und das Tempo zu reduzieren, denn eine persönliche Bestzeit war allemal drin, ich musste nur einigermaßen heil ins Ziel kommen.


 Dass mir das dann so schwer fallen würde möchte ich nicht auf die wahrlich schwierigen Bedingungen mit böigem Wind oder Regen schieben. Dieser Effekt hat mich vielleicht zwei oder drei Minuten gekostet. Aber ich habe trotz Plan B noch nie so oft an Aufgeben gedacht und musste mehrfach mein Mantra bemühen, um nicht doch diesem Wunsch nachzugeben.

 
So hangelte ich mich von Verpflegungsstelle zu Verpflegungsstelle, wobei ich die letzten 3 km durch die Innenstadt mit den ganzen Turbulenzen und Gegenwind nur noch im Tunnel wahrnahm.
Auf meine Uhr schaute ich schon lange nicht mehr, und nachdem ich dann endlich den fantastischen Zieleinlauf in der Festhalle genießen konnte war ich überrascht, dass die Nettozeit nur 3:43:05 betrug. Und damit habe ich trotz aller Widrigkeiten meine alte Bestzeit um mehr als sechs Minuten unterboten.

 

Was hätte ich besser machen können? Nicht viel! Natürlich hätte ich langsamer angehen können und mich damit auf der zweiten Hälfte nicht so gequält. Aber hätte ich es dann gewusst? Mehr Lauftraining geht aufgrund meiner Knochen und Gelenke nicht, auf die Technik werde ich speziell im nächsten Halbjahr verstärkt Wert legen. Rumpfstärkung gehört weiterhin ebenfalls dazu.
An dieser Stelle möchte ich mich zuerst bei meiner Frau für die unendliche Geduld mit mir bedanken. Ich weiss, ich war in den letzten Wochen desöfteren unausstehlich, wenig ansprechbar oder/und sehr fokussiert auf dieses Ereignis.
Mein Dank geht ebenfalls an die Unterstützer an der Strecke und im Word Wide Web. Ihr habt mit gefühlt, gefiebert und gelitten.
Und nicht zuletzt an die vielen Freunde vom #twitterlauftreff. Danke für die vielen Tipps, die aufmunternden Worte, die schönen Treffen.
Ohne Euch alle ging es nicht!

Hier gibt es die Details zu meinem Lauf auf Runalyze
Hier gibt es die offiziellen Fotos
Hier gibt es die Videos zu meinem Lauf
Hier die offiziellen Splitzeiten

Dienstag, 28. Mai 2013

Mein erster Rennsteiglauf

Wer den Titel richtig liest, hat es gleich verstanden. Der Rennsteiglauf, Europas größter Crosslauf, ist eine Veranstaltung mit Suchtpotential. Nicht, das ich mich jetzt in die Reihe derer einreihen möchte, die hier jedes Jahr an den Start gehen, aber eine Wiederholung ist auf alle Fälle vorgesehen.

Zum 50. Geburtstag hatten mir meine Lauffreunde Sven und José die Teilnahme am Halbmarathon geschenkt. Aber nachdem ich im Januar den Rodgau 50 erfolgreich absolvierte haben sie mich, ohne zu fragen, auf den Marathon umgebucht. So kann man Freunde verlieren ;)

Der Rennsteiglauf-Marathon hat eine Gesamtlänge von 43,5 km und ist gespickt mit knackigen Steigungen und ebensolchen heftigen Abwärts-Passagen. Besonders die von Baumwurzeln durchzogenen „Hohle“ hat es wirklich in sich.




Aufgrund des regnerischen Wetters der vorhergehenden Tage war die meist im Wald verlaufende Strecke des Rennsteigs nass, morastig und glitschig.

Da ich beschlossen hatte, Sven bei seinem Versuch, die Strecke zum ersten Mal zu finishen so lange wie möglich zu begleiten, befanden wir uns am hinteren Ende des Feldes, ohne jedoch zu den letzten zu gehören.



Für mich ergab sich durch das gemütliche Reisetempo die Gelegenheit, von der Strecke „live“ zu twittern, viele Bilder zu schießen und vom kulinarischen Angebot an den zahlreichen Verpflegungsständen ausgiebig Gebrauch zu machen.Außerdem führte ich viele Unterhaltungen mit Menschen, die diese Veranstaltung jährlich aus reinem Genuss mitlaufen. Das Zeitziel auf den einzelnen Strecken (beim Marathon 9 Stunden) ist auch für durchschnittlich Trainierte zu schaffen

Was macht den Rennsteiglauf so besonders? Die einzigartige Stimmung am Startort, in Neuhaus wird traditionell der Schneewalzer intoniert und getanzt, die Stimmung an der Strecke, durch die Zuschauer und die Aktivisten.



Die einzigartige Stimmung am Zielort Schmiedefeld, wo die Läufer aller Wettkämpfe in ein gemeinsames Ziel einlaufen und die Verpflegung.




Neben den allseits üblichen Getränken erhält der Durstige (manchmal auf Nachfrage) auch das ein oder andere Köstritzer Schwarzbier. Die Verpflegung erfolgt nicht „nur“ durch Äpfel, Bananen und Zitronen, nein der Läufer kann sich an Haferschleim in den verschiedensten Geschmacksrichtungen aber auch Wurst- und Käsebrot laben. Das muss man einfach miterlebt haben!



Nicht zu vergessen die Finisher-Party im Zelt! Bei den ersten Klängen der Musik stehen selbst die Super-Marathonis, die mal eben 72,7 km absolviert haben auf den Bänken und singen lauthals die Hymnen des Rennsteigs mit. Und wenn nach 2 Stunden auch noch die Tanz Band loslegt gibt es kein Halten, die Tanzfläche ist in Sekunden gefüllt.





Die erste Halbzeit des Champions League-Finales zu verpassen habe ich keine Sekunde bereut.

 Weitere Impressionen hier:

Nähere Informationen unter: