Sonntag, 12. Februar 2012

Rad- und Laufstreckenplanung für den Garmin Forerunner

Angeregt durch ein Gespräch mit Heiko Bartlog habe ich mich ein wenig mit der Streckenplanung für den Forerunner (in meinem Fall dem FR405cx) beschäftigt. Da die Software von Garmin (Garmin Trainingscenter) bzw. die Webanwendung Garmin Connect als auch die Synchronisationsanwendung Garmin ANT Agent diverse Schwächen aufweisen, benötigt eine benutzerfreundliche Handhabung und Anwendung ein paar kleine Kunstgriffe.
Probleme:
1. Das Trainingscenter hat nur eine sehr rudimentäre wenig benutzerfreundliche Landkarte, auf der man sich die Streckenführung nicht detailliert ansehen und auch nicht sinnvoll planen kann
2. Auf Garmin Connect kann man zwar Aktivitäten speichern, aber keine Strecken importieren, weder als Datei, noch vom Trainingscenter. Lediglich der Umweg über Trainingscenter → Forerunner → Connect funktioniert
3. Fehler in der Streckenführung lassen sich sowohl im Trainingscenter als auch auf Connect nur sehr umständlich verbessern
4. Von allen Webanwendungen zum Forerunner übertragene Strecken überschreiben bereits vorhandene komplett
Also führt der einzige Weg mehrere Strecken auf dem Forerunner zu speichern über das Trainingscenter. Für Hessen klappt das alles ganz gut, wenn man den Radroutenplaner Hessen benutzt. Hier lassen sich mit wenig Aufwand und mit recht komfortablen Möglichkeiten Radrouten (die natürlich auch als Laufrouten nutzbar sind) erstellen.


Zwar sind die Algorhythmen auch nicht fehlerfrei, aber auch die Adjustierung funktioniert relativ leicht. Hat man seine Route erstellt, kann man diese im .rrp Format speichern und somit auch jederzeit wieder importieren und verändern. Auch der .gpx Export ist möglich und genau hier fangen wir an:
Ihr solltet unbedingt den Export mit Streckenpunkten wählen.


Danach ruft ihr GPSies auf und wählt den Reiter „Konvertieren“.
Anschließend die eben gespeicherte .gpx Datei auswählen und in Garmin Course CRS mit entprechend angepassten Optionen konvertieren.


Diese Datei lässt sich dann ins Garmin Trainingscenter als Strecke importieren.


Vorsicht: Der Streckenexport über → Gerät → An Gerät senden überschreibt alle Strecken auf dem Forerunner mit den im Trainingscenter gespeicherten Varianten.

Exkurs: Garmin Connect lässt einen direkten Import dieser Strecken nicht zu. Also auch hier ein kleiner Umweg: .gpx Datei aus dem Routenplaner via GPSies als GPSTrack konvertieren und schwupps kann der Connect die „Aktivität“ importieren, die man anschließend als Strecke speichern kann.

Samstag, 7. Januar 2012

Mein Jahresrückblick 2011

2011 war in vielerlei Hinsicht ein aufregendes Jahr für mich. Beruflich, weil ich als Wertpapierhändler jeden Tag mit der Staatsschuldenkrise brutalst konfrontiert wurde, und in sportlicher Hinsicht, weil ich es geschafft habe, von einem gelegentlichen Genussläufer zu einem regelmäßig trainierenden Läufer mit Ambitionen zu werden.
Wobei das Wort Ambition hier bitte nicht falsch verstanden werden soll, ich will (und kann) kein Weltmeister mehr werden und meine Ziele bleiben bescheiden und ich denke realistisch.
Was habe ich erreicht: Ich kann, und das hätte ich mir im Frühjahr niemals zugetraut einen Halbmarathon laufen und ich kann, und das hätte ich am wenigsten geglaubt tatsächlich für meine Verhältnisse relativ schnell laufen. Das ich einen Wettkampf mit einer Platzierung im Mittelfeld sowohl insgesamt als auch in meiner Altersklasse M45 beenden kann hat mich selbst am meisten überrascht.
Beharrlichkeit und Selbstdisziplin, eine zumindest teilweise Ernährungsumstellung, sprich bewussteres Essen und Trinken haben diese Erfolge erst ermöglicht. 1300km Laufleistung in mehr oder weniger 10 Monaten hört sich für einen Laufanfänger völlig utopisch an.
Das Allerwichtigste für mich allerdings ist, dass ich durch das Laufen so unglaublich viele nette Menschen kennengelernt habe, die in vielerlei Hinsicht ähnlich wie ich denken und fühlen, mit denen ich mich regelmässig über das Internet aber auch bei Wettkämpfen und privaten Treffen austauschen kann. Danke für Eure permanente Unterstützung #twitterlauftreff
Was habe ich nicht erreicht: Ich bin zu ehrgeizig, ungeduldig und zu wenig realistisch geblieben, als mein Körper Warnsignale ausgesendet hat und so habe ich mir eine nervige und andauernde Sehnenscheidenentzündung im Sprunggelenk zugezogen, die mich jetzt schon seit 8 Wochen nervt und behindert.

Vor allem habe ich dann beim Wiedereinstieg gleich wieder übertrieben und habe nach einer Woche Lauftraining direkt wieder am Silvesterlauf in Frankfurt teilgenommen. Mit viel Euphorie und Adrenalin im Blut konnte ich überraschender weise relativ zügig laufen aber nach 7km kam auch gleich die Quittung in Form von Schmerzen zurück.
Jetzt sitze ich hier wie ein kleines Häuflein Elend und muss mir wieder Gedanken um meine Reha machen.

Freitag, 11. November 2011

Frankfurt Staffelmarathon 30.10.2011

Nun nahte er also, mein letzter Wettkampf im Jahr 2011. Obwohl ich mich seit ein paar Wochen, wahrscheinlich auf Grund zu hoher Trainingsbelastung für mein biologisches Alter und vor allem auf Grund meines schlechten Laufstils mit einigen Wehwehchen herumschlug, wollte ich diesen Wettbewerb auf keinen Fall verpassen.

Schließlich wollte ich Klaus und seine Familie, die mich schon im letzten Jahr in Ihre Staffel mit aufgenommen hatten, auf keinen Fall im Stich lassen. Ausserdem ist der Frankfurt-Marathon inclusive seines fantastischen und einmaligen Zieleinlaufs in der Festhalle schon etwas besonderes.

Da ich nach dem Mainuferlauf wegen des permanent schmerzenden linken Sprunggelenks schon kaum noch trainiert hatte, kam völlig überflüssigerweise bei einem dieser Läufe auch noch eine Wadenverletzung im anderen Bein hinzu, die mir bereits nach 3-4 km erhebliche Probleme bereitete.
Also ließ ich mir innerhalb einer Woche gleich zwei Mal die Beine in meiner hoch geschätzten Physiotherapiepraxis Agnes Picard-Röcken durchkneten. Dazu vielen herzlichen Dank an die Chefin und an Sebastian Prinz, der meine Waden so hingebungsvoll malträtiert hat, dass ich kurz davor stand, von der Liege zu springen.

Zudem verpasste mir Klaus noch ein paar Kinesiotapes auf die Wade und so vorbereitet ging ich mit einem ziemlich mulmigen Gefühl auf meine Strecke, die ersten 12 km.
Nicht nur, dass ein Ausfall unsere Staffel zum Platzen gebracht hätte, ich hatte ja auch noch um 18:05 meinen Flug in den Urlaub nach Dubai.
Vor dem Wettkampf traf ich mich auch noch mal mit all meinen netten Lauffreunden vom #twitterlauftreff und verabredete mich mit Christoph, der ebenfalls Startläufer in seiner Staffel war, das Rennen gemeinsam anzugehen. Zwar verloren wir uns zwischendrin mal ein wenig aus den Augen, aber es gelang uns, zusammen zu starten.

Wie wir Männer das wohl immer tun, war ich auf den ersten beiden Kilometern hauptsächlich damit beschäftigt in mich hinein zu hören. Aber der erwartete Schmerz blieb aus und so wurde ich schnell zuversichtlicher und konnte relativ problemlos in die Nähe meines ursprünglich geplanten Tempos von 5:00 min/km laufen und verabschiedete mich bei KM 3 von Christoph, der noch unter seinen Magenproblemen vom letzten Wettkampf zu leiden hatte.
Bereits bei KM 4 lief ich dann auf die ersten langsamen Marathonis auf, angesichts der schmalen Passage Alte Oper/Goethestr. zu einem relativ ungünstigen Zeitpunkt.
Das Allerwichtigste aber: Ich hatte während des gesamten Laufs keine Schmerzen an der Wade und genoß den Lauf und die vielen Überholvorgänge. Der Stimmung an der Strecke tat der verzögerte Start der Staffeln keinen Abbruch und motivierte mich, mein Tempo hoch zu halten und so erreichte ich in nicht für möglich gehaltenen 1:01:30 die Wechselzone.
Gleich machte ich mich auf den Rückweg zur Festhalle und konnte sogar die letzten Meter der Spitzenläufer beobachten.
Da auch meine Staffelkollegen ziemlich flott unterwegs waren, beendeten wir den Wettkampf mit Platz 140 und einer repektablen Zeit von 3:42:32 mit dem üblichen gemeinsamen Einlauf in die stimmungsgeladene Festhalle.
Unmittelbar danach ging es dann schnell zum Flughafen, um mich hier gebührend zu erholen.

Damit ist mein Laufjahr beendet und die nächsten Wochen werde ich zur Regeneration und zum Auskurieren meiner Sehnenscheidenentzündung nutzen.

Ein Laufseminar bei Kurt Stenzel am nächsten Sonntag und danach ein Mal pro Woche Aqua-Jogging sollen bis zu Jahresende die Form konservieren.

Mein Lauffrühjahr soll schmerz-und beschwerdelos beginnen. Deswegen werde ich mich ohne Stress zunächst um die Verbesserung meines Laufstils kümmern und meinen Schwerpunkt daneben auf funktionelle Kräftigungs- und Dehngymnastik legen.