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Donnerstag, 24. August 2017

Der Kartoffel-Volkslauf in Bieber - Ein Herz für kleine Läufe

Bereits zum 7. Mal veranstaltete der TV Bieber seinen Kartoffellauf vom alten Sportplatz am Raaben in Bieber bis zum Mühlheimer Seerosenweiher und zurück.

Bisher ist die Veranstaltung eher Insidern bekannt und leidet auch ein bisschen daran, dass ihr Termin umrahmt von größeren und bekannteren Laufwettkämpfen ist und auch noch keinen angestammten Platz im Laufkalender hat.

Ebenfalls am dritten Augustwochenende fand einen Tag vorher der Stadtlauf in Bruchköbel, gleichzeitig die Kreismeisterschaft über 10 km, statt.
Nicht minder überrascht war ich aber, dass an diesem Sonntag das Starterfeld erstaunlich groß war.
Einige Betriebssportvereine hatten sich wohl hier zum Start verabredet und so konnte der Veranstalter  mit 161 Läufern einen neuen Teilnehmerrekord melden.

Allerdings wurden dabei gleich meine Hoffnungen auf einen Altersklassensieg und damit der Gewinn eines Pokals zerstört. Das war deswegen besonders traurig, weil die Trophäe, ein kleiner Laufschuh, im Kreis wohl ziemlich einzigartig ist.


Im Vorjahr gab es wohl das erste Mal Medaillen, aber da sich viele Teilnehmer beschwerten, kam man in diesem Jahr wieder auf die Schuhe zurück.
Nichts desto trotz, das Wetter war hervorragend, aber endlich mal nicht so heiß. Die Strecke ist, wenn auch ein bisschen crossig, sehr flach und gut und schnell zu laufen. Die einzige wirkliche Schwierigkeit ist die Brücke über die B448, die speziell 800 Meter vor dem Ziel den Wettkämpfern noch einmal alles abverlangt.

Angeboten werden neben diversen Schülerläufen eine 10 km und eine 6 km Strecke. Idealerweise sind die Beiden Läufe mit 1 1/2 Stunden Abstand getaktet, so dass man an beiden Läufen hintereinander teilnehmen kann.

Da ich meinem Sohn versprochen hatte, dass ich ihn, wenn es mir gut geht auf der kurzen Strecke begleite, entschied ich mich in diesem Jahr erstmalig für einen Doppelstart.
Über 10 km wollte ich Vollgas geben, über 6 km dann eher eine etwas ruhigere Einheit anhängen.
Wie erwartet konnte ich Platz 1 in meiner Klasse nicht erzielen, aber um Platz 2 gab es einen Heißen Kampf. Am Schluß kamen drei Läufer in der M55 kurz hintereinander ins Ziel.

Ich lag von Anfang an auf Platz 3 konnte aber an der Verpflegungstelle bei km 4 auf meinen direkten Konkurrenten aufschließen. Nachdem ich dummerweise einen Becher kohlensäurehaltiges Wasser trank verlor ich allerdings gleich wieder den Anschluß.

Es dauerte fast drei Kilometer, bis ich schließlich wieder heran kam. Von hier ab war eine Strategie gefragt. Sollte ich vorbeiziehen und mich früh verausgaben oder sollte ich bei dem flotten Tempo meinen Mitbewerber meinen Atem spüren lassen?

Ich entschied mich aufgrund der insgesamt flotten Zeit und weil mein Konkurrent ein paar Mal das Tempo verschärfte, in seinem Windschatten zu bleiben und erst an der Brücke zu attackieren.

Wie bei meinem ersten Start vor ein paar Jahren brachte ich mit meiner Attacke die Psychologie auf meiner Seite. Die Halsschlagader pochte und der Puls war sicher am Anschlag, aber der Effekt trat ein und ich hatte gleich einen kräftigen Vorsprung, den ich dann ins Ziel retten konnte.

So hatte ich das Optimum für mich erreicht, als schönen Nebeneffekt auch noch mit 46:31 min Jahresbestzeit.





Entsprechend entspannt konnte ich dann die 6 km angehen, bei denen ich neben der angenehmen Aufgabe als Pacer, wie auch mein Sohn, einen weiteren zweiten Platz in der Altersklasse einheimsen konnte.





Wenn ihr im nächsten Jahr Zeit habt, mit 5(6) Euro Startgeld, einer perfekten Organisation und einer hervorragenden Verpflegung rund um die Kartoffel (es gibt auch KUCHEN) ist hier alles, was das Läuferherz begehrt.

Eine Bitte nur an die Veranstalter: Bitte an der Strecke nur Wasser ohne Kohlensäure :)

Fotos: eigene

Anbei noch der Artikel aus der Offenbach-Post





Dienstag, 13. Juni 2017

Hitzeschlacht in Schwanheim

Auch in diesem Jahr fand der Pfingstlauf im Rahmen des Main-Lauf-Cups wieder bei zum Pfingstsamstag wohl üblichen subtropischen Bedingungen statt.



Die von den Veranstaltern trotz der erzwungenen Streckenänderung gut präparierte Strecke ist nicht ausgesprochen anspruchsvoll, aber die Waldwege haben es speziell bei den Wetterbedingungen in sich.
Das Gewitter ist Gott sei Dank schon am Mittag über Frankfurt niedergegangen, so dass der Start gefahrlos möglich ist. Allerdings merkt man schon im Startblock die außergewöhnliche Schwüle und vor allem bei den Wechseln zwischen Wald und Lichtungen erlebt man ein wahres Wechselbad.

Wie üblich geht am Start die Post relativ schnell ab, ein Umstand dem auch die Spitzenläufer an diesem Tag Tribut zollen müssen.

Nach meinem desaströsen Halbmarathon in Steinberg in der Vorwoche habe ich gelernt:
1. Dieses Wetter liegt mir nicht
2. Wer schneller startet geht länger ein


Also beschließe ich, mich etwa in der Mitte des Feldes einzureihen und mich dadurch ein wenig ein- bzw. ausbremsen zu lassen. Eine goldrichtige Entscheidung. So kann ich nach etwa 3km das Feld ein wenig aufrollen und habe dieses Mal die Psychologie auf meiner Seite.

Zu frustrierend ist es, wenn man auf der zweiten Rennhälfte, wie in Dietzenbach, von nahezu jedem mühelos passiert wird.


Ich kann mein Tempo relativ gut halten und erst auf dem letzten Kilometer stoße ich auf einen Läufer, den ich nicht mehr selbst passieren kann. Die Uhr bleibt bei 47:26 auf einer akzeptablen Zeit stehen und auch mit Platz 10 in meiner Altersklasse bin ich bei den Temperaturen mehr als zufrieden. Zumindest bei den Platzierungen bleibe ich in dieser Saison extrem konstant.

Leider gab es angesichts der Temperaturen für mein Gefühl zu wenig Wasserstellen. Das mögen aber andere beurteilen, da ich hier nicht unbedingt der Maßstab bin. Ein Trog zum Eintauchen von Schwämmen gehörte hier zu meinen Verbesserungsvorschlägen.

Nach einem kurzen Intermezzo auf die Kurzstrecke bei JPMCC wartet dann Ende Juli in Hausen wieder ein Halbmarathon auf mich. Hoffentlich sind an diesem Tag die Temperaturen wieder mehr auf meiner Seite.


Da wir uns dann aber im Hochsommer befinden ist die Wahrscheinlichkeit eher gering. So werde ich, zumindest was die Zeiten angeht, eher kleinere Brötchen backen und mich an den Treffen mit meinen Lauffreunden erfreuen.






P.S.: Mein erster Wettkampf in den EIGHTSOX Ambition Short aus dem Hause Lowa. Ein sehr angenehmer Socken, der sich hervorragend um den Fuß schmiegt und während des Laufs nicht zu spüren ist. Der Testbericht folgt später.

Mittwoch, 18. Januar 2017

Spiridon Silvesterlauf Frankfurt - Schön mit Wermutstropfen

Und da war es passiert. Ob es sich nun um eine Unaufmerksamkeit das Streckenpostens oder um eine falsche Information seitens der Streckenverantwortlichen handelte, wird im Nachhinein schwer zu ermitteln sein.


Jedenfalls wurden beim letztjährigen Silvesterlauf des Spiridon Frankfurt alle Teilnehmer nach etwa 4,5 Kilometern auf eine falsche Strecke geschickt.


Mit viel Glück allerdings blieb den Teilnehmern das Schicksal erspart, der im Oktober beim Mainuferlauf die Läufer der 5 km Strecke falsch abbiegen ließ und damit das Rennen völlig irregulär machte.

Am Schluss liefen alle Teilnehmer die gleiche, um 300 m zu kurze Strecke und somit kann man zumindest von einem fairen Wettkampf sprechen.
Jetzt möchte ich hier auf keinen Fall den vielen ehrenamtlichen Helfern einen Vorwurf machen. Im Gegenteil: Ohne deren unermüdlichen Einsatz bei Wind und Wetter könnte keine noch so professionelle Laufveranstaltung stattfinden.


In der Regel starten viele Teilnehmer hier zu ihrem ersten 10 km Lauf und auch viele semiprofessionelle Läufer testen Form und Zeit, da der Silvesterlauf offiziell vermessen und damit das Ergebnis bestenlistenfähig ist.

Jedenfalls hagelte es jede Menge "Bestzeiten", die sich letztendlich als Muster ohne Wert herausstellten. Auch viele Hobbyläufer, die ja in erster Linie nicht um Platzierung, sondern für und gegen sich selbst laufen, waren enttäuscht.
Bei einigen Erststartern gab es ebenfalls lange Gesichter, denn der erste 10km Lauf ist ja auch ein Meilenstein, an dem man sich in Zukunft sowohl mit der zurückgelegten Strecke auch mit der erreichten Zeit messen möchte.
Viel Spaß als privater Pacemaker
Vielleicht sind in den letzten Jahren einige Events einfach zu glatt gelaufen und gerade Veranstalter großer Läufe können ein Lied davon singen, was alles schief gehen kann. Deshalb meine Bitte an alle Ausrichter: Seid sorgsam mit euren Teilnehmern und informiert eure Helfer sorgfältig. Auf das sich die Pannen nicht wiederholen!


Natürlich darf man die ansonsten perfekte Organisation nicht vergessen und auch die Qualität der Strecke war trotz des überraschenden Schneefalls erstklassig. So hatte man unterwegs und rund um die Wintersporthalle die Gelegenheit, umfangreich zu fachsimpeln und den Lauf zu genießen.




Fotos: Frankfurt Marathon, eigene

Freitag, 5. August 2016

Wenn einmal der Wurm drin ist

Irgendwie ist es im Moment wie verhext.

Nach meinem erfolgreichen Wiedereinstieg im November kam das Gefühl und der Erfolg für Distanz recht schnell zurück. So war ich mehr als zufrieden mit meinem Finish beim Rodgau50 und auch die Vorbereitung  für den Weiltalmarathon verlief problemlos.

Dort allerdings zeigte mein Einbruch auf der zweiten Rennhälfte und auch die folgenden 10 km Wettkämpfe, das mir die nötige Tempohärte und vielleicht auch die Bereitschaft, an meine Grenzen zu gehen zur Zeit einfach fehlt.
Wenn noch einer weiteren Beweis dafür gebraucht hätte, so kam es am vergangenen Wochenende dazu. Weder Zahlreiche Tempoläufe und auch Intervalltrainings, noch lange Läufe über die Halbmarathondistanz konnten dafür sorgen, dass ich beim Halbmarathon meines Heimatvereins in Hausen mein theoretisches Leistungsvermögen auch abrufen konnte.

Ok, ich hatte die Nacht vorher, aus welchen Gründen auch immer, kaum bis gar nicht geschlafen. Aber trotzdem wurden bereits nach 5 km meine Beine schwer und ab KM 7 musste ich mein Tempo deutlich reduzieren, um überhaupt das Rennen beenden zu können. So kam ich, wie bereits im Weiltal in den Genuss , in der zweiten Rennhälfte quasi überlaufen zu werden. Ein wenig freudiges Geschehen, dass die Zuversicht noch weiter sinken lässt.

Zwar konnte ich auf dem letzten Kilometer immerhin zwei Läufer wieder einholen und auch meine Gesamtzeit von 1:45:32 ist jetzt auch nicht so schlecht, aber der Blick auf die Splitzeiten ist ein wahres Desaster.
Bis zum nächsten Wettkampf bleiben gerade vier Wochen, um das Krönchen zu richten und entweder Training, Einstellung oder Zeitziele zu korrigieren 🤔



P.S. Der Volkslauf in Hausen ist ein fantastisch organisiertes Event. Schülerläufe über diverse Distanzen, Erwachsenenläufe über 5, 10 und 21,1 km stehen auf dem Programm. Bei Essen und Trinken bleiben kaum wünsche offen, so das ich jedem Volksläufer die Teilnahme empfehlen kann.

Auf der Facebook-Seite des Main-Lauf-Cups findest du ein Video mit fantastischen Emotionen.

Sonntag, 31. Mai 2015

Steinberger Volkslauf 2015 - Hart aber herzlich

Nachdem sich meine Verletzung im Sprunggelenk weiterhin hartnäckig weigert, zu verschwinden, lief ich beim 40. Steinberger Volkslauf statt der angedachten Halbmarathon-Distanz doch lieber den 10 km Lauf. Eine weise Entscheidung, denn der Untergrund und das Profil der Strecke kamen mir wahrlich nicht gerade entgegen. Immerhin schaffte ich es endlich, diesen Lauf in meinem Terminkalender unterzubringen.

Auch vom #Twitterlauftreff waren einige Freunde am Start. Ich traf Claudia und Stephan, Heiko und Sandy und wir konnten vor und nach dem Lauf ein wenig fachsimpeln. Claudia lief übrigens eine neue persönliche Bestzeit. Glückwunsch!

Ich erschien relativ spät am Start und hatte eine ungünstige Position in der Startaufstellung. Schwierig wird der Start auch dadurch, das Halbmarathonis und Zehner gleichzeitig starten. So musste ich mich auf den ersten zwei Kilometern auf einer engen Waldstrecke durch ziemlich viel "Verkehr" drängen. Ab KM 3 bekam ich langsam eine Art Rhythmus, leider wurde dann aber auch der Untergrund schlechter. So verlor ich zeitlich doch einiges an Boden.

Aber jammern hilft nicht und so zog ich weiter nach meinen Möglichkeiten durch. Letztendlich blieb die Uhr im schönen und gut besuchten Zielbereich bei 46:12 stehen. Da dies eine Bruttozeit ist und ich insgesamt 90. (17. AK50) wurde, bin ich sehr zufrieden. Vor allem, wenn ich meine mehr als unbefriedigenden Läufe im 6-er Schnitt unter der Woche betrachte.

Foto: Stefanie Keim / Veranstalter

Jetzt heisst es regenerieren und danach unbedingt wieder Tempoläufe und Intervalle trainieren, damit ich am 26.7. in Hausen angreifen kann. Vielleicht riskiere ich dort, auf meinem Heimatterrain und der Laufveranstaltung meines Vereines, auch wieder einen schnellen Halbmarathon.

Samstag, 30. Mai 2015

Pfingstlauf Schwanheim 2015

Zum zweiten Mal nahm ich am Pfingstsamstag am traditionellen Schwanheimer Pfingstlauf teil, dessen Motto wiederum "Laufen für Zivilcourage" lautete. Seit diesem Jahr ist die Strecke offiziell vom DLV vermessen und damit bestenlistenfähig. Daher hatte der Veranstalter einen noch höhren Zulauf, als ohnehin in den vergangenen Jahren.
Die Veranstaltung ist nahezu perfekt organisiert, das Publikum an der Strecke im Schwanheimer Wald ist erstaunlich zahlreich und verbreitet eine hervorragende Stimmung.
Wenn auch die Strecke zum Teil sehr eng ist und manchmal schon fast Crosslauf-Charakter hat, lässt sie sich doch flüssig und flott laufen. Allein die Stadionrunde zum Schluß geht auf Grund des doch sehr weichen Bodens ziemlich in die Knochen und an die Substanz.
Neben dem Hauptereignis über 10 km werden Schüler- und Einsteigerläufe angeboten, auch hier ist die Resonanz und Beteiligung hervorragend.
Für mich stand der Lauf eher unter einem ungünstigen Stern. Seit nunmehr 4 Wochen laboriere ich an einer Sehnenentzündung im Sprunggelenk und trotz Laufpause wollen die Beschwerden nicht richtig abklingen. So startete ich ohne einen einzigen Trainingslauf in den letzten 14 Tagen, dazu kam ich noch am tag vorher erst von einer anstrengenden Dienstreise zurück.
Ich Vorjahr lief ich trotz sengender Hitze immerhin 44:44 min und machte mir zumindest leise Hoffnung, diese Leistung nochmals abrufen zu können. Bis zur Hälfte lag ich auch, Seite an Seite mit Katrin von beVegt, im Zeitplan.



Leider musste ich kurz darauf abreissen lassen, sicher nicht eine Folge des Schmerzes, aber bedingt durch fehlendes Lauftraining der letzten Wochen. Nur Rad fahren und Krafttraining reicht einfach nicht, auch nicht auf dieser kurzen Distanz.



Dass am Ende doch noch netto 45:46 auf der Uhr stand, ist eigentlich in Anbetracht der Umstände eher hervorragend.

Brutal dann anschließend der Muskelkater, den ich an sich nach Wettkämpfen auf Kurzdistanzen nie verspüre. Diese Woche kann ich dann hoffentlich wieder normal trainieren, da am Sonntag in Dietzenbach der nächste Wettkampf in Rahmen des Main-Lauf-Cup ansteht.

Sonntag, 19. April 2015

Der Rosenhöhe-Waldlauf in Offenbach

Auch in diesem Jahr versammelten sich wieder knapp über 100 Läufer auf der 10 km Strecke des Waldlaufs auf der Offenbacher Rosenhöhe. Da dieser Lauf gleichzeitig die Crosslaufmeisterschaft für den Kreis Offenbach /Hanau ist, gehen hier auch einige schnelle Läufer der starken Vereine aus Seligenstadt, Gelnhausen, Rodenbach und Offenbach an den Start. Ich startete in diesem Jahr erstmals für die TGS Hausen und machte mir neben einer guten Zeit auch Hoffnung auf einen Treppchenplatz.

Die Strecke besteht durchgehend aus Waldboden, bei dem Teilstücke aus tückisch aufgeweichten Matsch bestehen.
Ich sortierte mich am Start relativ weit vorne im Feld ein, um nicht für Überholmanöver in den tiefen Matsch ausweichen zu müssen. Leider gibt es immer noch einige Starter, die sich am Anfang stark überschätzen, so dass es auch bei kleinem Feld auf den ersten zwei bis drei Kilometern recht eng wird.
Ansonsten ist die Streckenführung top und ich komme auch gut voran. Nach ungefähr der Hälfte der Distanz hat sich allerdings das Feld schon weit auseinander gezogen. Ich laufe mehr oder weniger mein eigenes Rennen, zwei Läufer kann ich noch überholen, ohne selbst nochmal überholt zu werden.
Am Ende stehen dann 44:43 Minuten und ein 26. Gesamtrang auf der Uhr und in der Crosswertung des Kreises belege ich in der M50 den dritten Platz.


Montag, 5. Januar 2015

Mein Laufjahr 2014 - ein bisschen Statistik und viel Freude


Zwischen den Jahren und Anfang Januar ist traditionell die Zeit des Rückblicks und so will ich euch auch ein bisschen mit Fakten, Statistiken und den schönsten Momenten meines Laufjahres beglücken:

Gelaufene Kilometer:

2.075 km nach 2.072 km im Jahr 2013. Also relativ konstant mit wesentlich mehr Qualität, speziell im Stabi- und Kraftbereich.

Beste Zeiten:

10 km                     44:12                 Hugenottenlauf                           Neue PB
21,1 km               1:37:59                 Lufthansa Halbmarathon            PB nur um 12 Sekunden 
42,195 km           3:35:17                 Frankfurt Marathon                     Neue PB

Emotionale Highlights:

Natürlich der Rodgau 50 im Januar als Dosenöffner für alles.
Der „Wings for Life“ World Run, ein neues Konzept für einen tollen Zweck.
Der Berlin Marathon, Stimmung und Gänsehaut pur, mein Genusslauf des Jahres

Beste und wichtigste Platzierungen:

Platz 3 beim 10 km Waldlauf Offenbach-Rosenhöhe in der M50
Platz 7 über 10 km beim Volkswaldlauf Hausen in der M50
Platz 9 beim Main-Lauf-Cup in der M50
Platz 334 von 1.226 beim Frankfurt-Marathon in der M50
Platz 1.650 von 8153 in der deutschen Marathon Jahresbestenliste in der M50 (Platz 12.122 von 50.690 insgesamt)

Mein Foto des Jahres:





Mein Gadget des Jahres:

Die TomTomMultisport GPS Uhr. Nach anfänglichem Unwohlsein habe ich die Schwächen der Uhr akzeptiert und genieße ihre Stärken. Fehlt nur noch ein Armband in Schwarz-Gelb.





Mein Lauf des Jahres:

Wie bereits gesagt, der Berlin Marathon.

Allen Lesern ein glückliches, erfolgreiches und gesundes Laufjahr 2015. Ich will Euch rocken sehen!

Sonntag, 4. Januar 2015

40. Rodenbacher Silvesterlauf - Jahresabschluß mit kleinen Fehlern

Es hätte perfekt werden können. Aber es kam ein bisschen anders. Es fing damit an, dass ich meine TomTom Multisport, die mir auch im Winter immer mehr ans Herz wächst, im Büro vergessen hatte.
Also blieb mir nicht anderes übrig, die profilierte und anspruchsvolle Strecke des Silvesterlaufs in Ober-Rodenbach nach Gefühl zu laufen.
Und hier spürte ich auch mein größtes Manko. Wo ich wohne sind alle Strecken brettflach und um ein paar Höhenmeter ins Training einbauen zu können muss ich regelmäßig ins Auto steigen. Also verbummelte ich die ersten beiden Kilometer und erst eine Nachfrage bei einer anderen Läuferin brachte mir Gewissheit: Ich war deutlich zu langsam unterwegs.

Allerdings lag eine brutale Steigung direkt vor mir und leider bin ich auch nicht gerade ein begnadeter, angstfreier Bergabläufer. So verlor ich auf der ersten von zwei Runden locker zwei bis drei Minuten, bis ich dann endlich meinen Rhythmus fand.
Auf tiefer, weicher Strecke, teils noch mit Schnee und Eis bedeckt konnte ich allerdings nicht mehr allzu viele Plätze wettmachen, auch wenn ich bei der zweiten Attacke auf die stramme Steigung noch einige Mitläufer passieren durfte.
Platz 88 mit 50:51 und damit nur ganz leicht unter 5er-Schnitt, das war deutlich weniger als erwartet.



Jetzt zu den schönen Tatsachen:
  • Endlich einen richtigen Silvesterlauf absolviert
  • Die Stimmung, die Strecke und die Organisation des Wettkampfs sind klasse, ich komme wieder
  • Der RacerST5 ist durchaus auch für Trailwettkämpfe geeignet, es wird nur spannend, ob ich ihn nochmal einigermaßen sauber bekomme ;)
  • 2014 insgesamt 2075 km gelaufen und damit drei mehr als 2013
  • Keine Verletzung und keine Erkältung in der 2. Saisonhälfte




Donnerstag, 10. Juli 2014

Ein Tag im Brooks Headquarter

Ein Mal im Jahr lädt Brooks seine Laufblogger, kurz "Messenger, Ambassador oder Minister of Run Happy" anlässlich des Brooks Münster City Runs in sein Hauptquartier ein.
Das quirlige Universitätsstädtchen ist mit seiner schönen Altstadt geradezu ein für einen sportlichen 2 km Rundkurs, den wir am Abend 5x zu durchlaufen hatten, prädestiniert. Aber vorher stand ein Tag mit einer unglaublichen Menge an Informationen an.

Zuerst wurden die neuen Messenger in der Runde begrüßt. Die Brooks-Verantwortlichen haben in diesem Jahr schon eine sehr illustre und vielschichtige Gruppe zusammengestellt, die nach dem Firmenmotto #RunHappy und eben nicht nach Leistungsgedanken ausgewählt wurde. Und ich muss sagen, ich habe schon lange Zeit in solcher Runde nicht mehr so viel gelacht und so viel gelernt.

Zuerst führte uns Brooks-Athlet Hendrik Aufm'kolk in die Geheimnisse des Trailrunnings ein. Keine Modebewegung, auch wenn das viele Kritiker der Sportartikelhersteller gerne behaupten, sondern ein Trend zurück zur Natur, zum Ursprünglichen. Weg von der Jagd nach Bestzeiten auf betonierten flachen Rundkursen. Natürlich gibt es auch hier Wettkämpfe, aber die Motivation kommt eher durch die Nähe zur Natur und nicht durch Zuschauer am Wegesrand.
Natürlich hat Brooks hier mit den Modellen Cascadia und PureGrit zwei heiße Eisen im Feuer, wobei der PureGrit in der Version 3 zum ersten Mal die Anforderungen in Punkto Traktion und Griffigkeit erfüllt. Beide Schuhe haben einen relativ flachen Aufbau, der das Umknicken auf unebenem Terrain erschweren soll. Beide verfügen über eine Art Carboneinlage (Ballistic Rock Shield) in der Sohle, die das Eindringen von spitzen Steinen verhindert. Ansonsten ist es sicher eine Sache der Philosophie und des Gefühles, wer welchen Schuh bevorzugt.




Foto: Brooks
Anschließend gab uns Brad Fisher, der Footwear Merchandising Manager, einen Einblick in die Schuhkollektion für das nächste Frühjahr, von denen ich hier nur einige Highlights erwähnen möchte.
Da ist sicherlich der neue Launch zu nennen, der über einen neuartigen Aufbau verfügen wird. Eine Änderung, die dann in näherer Zukunft auch in den anderen Wettkampfschuhen, dem Racer ST5 und dem Racer T7 umgesetzt wird. Bei diesen Schuhen warten viele Nutzer sehnsüchtig auf Neuheiten. Zusätzlich wird auch das Frauenmodell noch spezifischer angepasst.




(c) Sven Zieseniß •Fotolounge• www.sven-zieseniss.de

Auch beim Adrenaline in der Version 15 gibt es einige Veränderungen, ebenso erwartet uns dann der Ravenna 6, ein Schuh zwischen Guidance und Normal, und ich muss sagen, er sieht gut aus und fühlt sich auch gut an. Sicher für viele pronierende Läufer "der" Wettkampfschuh, da er den goldenen Mittelweg zwischen Stabilität und Gewicht gefunden zu haben scheint.



(c) Sven Zieseniß •Fotolounge• www.sven-zieseniss.de


Die PureProject Reihe erhält einige, vor allem farbliche, Updates. Eine Reihe, die polarisiert. Man mag die Schuhe oder eben nicht. Schuhe mit wenig Sprengung, direktem Laufgefühl, die aber niemals sogenannte Natural Running Schuhe werden sollen.
Auch das Überraschungsmodell des Jahres 2014, der Transcend wird dann in der Version 2 an den Start gehen. Hier haben sich die Entwickler und Ingenieure anhand der Nutzerkritik an einigen Stellen neues und besseres einfallen lassen. Hierzu habe ich allerdings keine Meinung, da mir der Schuh, zumindest bisher, überhaupt nicht passt.
Da die Verkaufszahlen aber nicht lügen können, scheint hier eine Erfolgsstory vielleicht noch erfolgreicher weitergeführt zu werden.

Zum Abschluss präsentierte uns Sandra Beck von TomTom die Runner Cardio GPS Uhr vor, die wir alle in der nächsten Zeit auf Herz und Nieren testen dürfen. Ich bin schon sehr gespannt, wie sich die Uhr gegen meinen Forerunner 410 schlagen wird. Der erste Eindruck allerdings scheint mir, bis auf die Farbauswahl recht positiv.

Nachdem wir uns schon mittags an einem leckeren Büffet gelabt hatten, ging es nach einigen Gruppenfotos und der obligatorischen Firmenführung zurück in die Stadt. Im Gasolin bereiteten wir uns mental auf den City Run vor. Kurz vor Beginn kam allerdings noch ein bisschen Hektik auf, als wir uns entgegen der vorherigen Ankündigung unsere Startunterlagen doch persönlich abholen mussten. Umziehen im Parkhaus, schnell noch auf die Toilette und schon mussten wir zum Start.

Leider habe ich mich dann von der Hektik ein wenig anstecken lassen und bin viel zu schnell gestartet. Damit hatte ich gleich zu viel Körner gelassen. Zumal durch den kurz vorher niedergegangenen Regen die Strecke extrem rutschig war. So quälte ich mich bei immer noch hohen Temperaturen und Luftfeuchtigkeit über den Rundkurs. Die Stimmung war nicht schlecht, aber mir half sie nicht. So war dann die Nettozeit mit 45:58 eher unter meinen Erwartungen, aber der Platz 10 in der M50 hat dann doch alles relativiert.
Leider mussten wir dann bei einsetzendem Starkregen noch die Heimreise antreten, anstatt gemütlich auszulaufen und noch ein wenig zusammen zu sitzen. Trotz allem hat es einen riesigen Spaß gemacht und ich werde alles versuchen, um auch nächstes Jahr wieder dabei zu sein.

#runhappy !!!

Montag, 3. März 2014

Saisonauftakt über 10 km beim 12. Offenbacher Rosenhöhe-Waldlauf

Ok, es nicht wirklich mein erster Wettkampf 2014, weil puristisch betrachtet der Rodgau50 Ultramarathon ja ebenfalls dazu gehört. Während es aber bei dem Ultra für mich hauptsächlich das Bewältigen einer Langstrecke im Fokus ist, stehen bei den Kurzdistanzen die Zeiten und das Tempo im Vordergrund.

Mussten die Veranstalter auf der Rosenhöhe im letzten Jahr die Strecke aufgrund schlechter Bodenverhältnisse ändern, ging es in diesem Jahr traditionell mit einer Runde auf der Aschenbahn los. Anschließend folgt eine knapp 5 km lange Runde mit einem Wendepunkt und einer Aschenbahnrunde über Waldboden mit z.T. Crosscharakter, die zwei Mal zu durchlaufen ist.
So kommt es zu einigen Begegnungen mit den Mitläufern und man kommt auch mit den Zuschauern auf der Rosenhöhe in Kontakt. Leider war es am Faschingssonntag recht kalt und der Zuschauerzuspruch recht dürftig. Trotzdem traten über 100 Läufer auf der 10 km Strecke zum Volkslauf an.


Für mich ging es um einen Formtest für den in einer Woche anstehenden Lufthansa-Halbmarathon in Frankfurt. So wollte ich die ersten 5 km im 4:30er Schnitt laufen und auf der zweiten Streckenhälfte auf ca. 4:15 min/km beschleunigen. Leider wurde daraus nichts. Am Start war ich schnell und konnte relativ gleichmäßig laufen, aber auf dem ersten Cross Abschnitt lief ich auf einen etwas langsameren Läufer auf und das brachte mich leicht aus dem Rhythmus. Nachdem ich den Konkurrenten dann auf einem freien Teilstück überholen konnte war ich auf der Strecke ziemlich alleine. Die Spitze war weit enteilt und ein Mittelfeld in dem Sinne gab es nicht und so lief ich den kompletten Rest des Wettkampfes alleine. Zu beschleunigen gelang mir irgendwie überhaupt nicht und irgendwie kam ich auch mit den Cross-Passagen auf der Rosenhöhe in diesem Jahr überhaupt nicht zurecht. Zu guter Letzt wurde ich kurz vor der Ziellinie noch von der zweiten Frau überholt, weil ich fälschlicherweise davon ausging, noch eine Runde auf der Aschenbahn laufen zu müssen. Allerdings hatte sie sich diesen Platz auch mehr als verdient, da sie unterwegs bei km 2 mit einem Krampf anhalten musste.

Trotzdem bleibt natürlich auch einiges Positives:
  • 44:33               persönliche Bestzeit (und 59 Sekunden schneller als im Vorjahr)
  • 3. Platz M50   wie im Vorjahr
  • 22. Platz          im Vorjahr 41.
Fazit:

Auch wenn ich diesen Lauf aus vollem Training absolviert habe, brauche ich für die erhofften 1:34:59 beim Lufthansa-Halbmarathon einen absoluten Sahnetag. Auf der anderen Seite ist die Frühjahrsform gut und die Hoffnung auf eine insgesamt erfolgreiche und schnelle Saison ist durchaus berechtigt.

Mein Dank gilt aber auch an die Veranstalter der LG Offenbach. Von Start bis Ziel, von den zahlreichen und funktionierenden Duschen, über Ergebnisse und Siegerehrung, alles funktioniert reibungslos. Nur das, wie im letzten Jahr leider auch, für die 10 km - Läufer kaum Kuchen übrig bleibt, ist verbessurungswürdig. Ich bin jedenfalls auch im nächten Jahr auf der Rosenhöhe wieder dabei.

Dienstag, 12. Februar 2013

Frühjahrslauf Groß-Gerau 2013

Eine Bestzeit im Vorbeigehen


Die Idee kam plötzlich. Auf Anregung von Katrin und Daniel entschloss ich mich recht kurzfristig, in meine Rodgau50 Regeneration noch einen 10km Wettkampf einzustreuen.

Ohne jeden Druck und eine spezifische Vorbereitung und mit lediglich einer guten Handvoll Regenerationsläufen wollte ich einfach mal so versuchen, ob ich nicht doch schon im Frühjahr meine alte Bestzeit von 48:18 aus dem letzten Jahr knacken könnte.

Katrin hatte sich gerade erst von einer heftigen Erkältung erholt und so war meine Frage, ob wir zusammen laufen können nicht ganz unvermessen.

Foto: Daniel Roth


Vom Start an mogelten wir uns langsam ein Stück nach vorne. Nach einem km schlängelte ich mich zuerst alleine an einer etwas langsameren Gruppe vorbei, Katrin folgte mir etwas später und überholte mich dann nach weiteren zwei Kilometern. Ich hatte schon ein wenig Angst, dass mich der Überholvorgang gleich am Anfang zu viel Kraft gekostet haben könnte, aber ich konnte meinem "Hasen" in kleinem Abstand weiter folgen. Bei km 9 liess sie mich aufschliessen und wir beschleunigten sogar noch mal ein wenig.

So erreichte ich dann in offiziell 46:08 brutto das Ziel und damit hängt meine persönliche Latte für diese Saison schon mal ziemlich hoch!

Zum Lauf und zur Strecke: Die Organisation ist sehr gut. Parkplätze und Toiletten sind ausreichend vorhanden. Die Anmeldung im Freien klappt schnell und vorzüglich. Die AOK ist mit Gewinnspielen und einem Müslistand zum selber Mischen vor Ort.



Die Strecke ist schnell und für eine Waldstrecke sehr eben. Die leichte Steigung befindet sich im ersten Teil der Strecke, die man ja noch mit frischen Beinen angeht. Umso angenehmer dann das spürbare Gefälle auf der zweiten Hälfte. Die Startgebühr von € 6,-- darf man getrost als sehr preiswert bezeichnen. Wenn es passt komme ich gerne nächstes Jahr wieder.

Weitere Bilder und Berichte sind zu finden bei Laufticker.de und laufreport.de